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PHOTOGRAPHISCHE MITTEILUNGEN
HALBMONATSCHRIFT |
FÜR DIE
PHOTOGRAPHIE UNSERER ZEIT BEGRÜNDET VON H.W. VOGEL
_ 48. JAHRGANG 1911
HERAUSGEGEBEN VON Р. HANNEKE IN BERLIN
MIT ZAHLREICHEN GRAVÜREN, BILDER- TAFELN UND ABBILDUNGEN IM TEXT
BERLIN 1911 VERLAG VON GUSTAV SCHMIDT (VORM. ROBERTOPPENHEIM)
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Alphabeti sches
Sach- und Namen-Register Jahrgang XLVIII (1911)
Abschwächer, Ammoniumpersulfat — 58, 269, 330; Fixierbad als — 65; Blutlaugensalz — 90; Permanganat — 142.
Abt, Gebáudeaufnahmen іп verkehrsreichen StraDen 142 ; Zur Negativaufbewahrung. 378.
Abziehen der Bildschicht von Negativen 170.
Alpine Photographie 173, 220.
Andrez, Unterwasser-Photographie 170.
Arbuthnot, M., Eine neue Piginentpräparation
23.
Architektur, Gebäudeaufnahme їп verkehrs- reichen Straßen 142.
Aristokopien, Tonen von — 268.
Aristopapier, Zur Fabrikation des — $ 285.
Ausbleichprozeß, 337; von Hübl, Höhere Emp- findlichkeit der Schicht im Farben — 315.
Ausdrucksformen, E. Quedenfeldt, Neue — in der Photographie 360.
Ausstellung, Internat. phot. — Haniburg 1911: 60, 109, 310, 327; J. Niebergall, Photogra- phische — en 150; Photographische — in Ber-
lin 1912 190; Kieler — 286; — des Photo- klubs der A. E. G. 346.
Autochromaufnahmen, Wiedergabe des Weif in — 155; Entwicklung von — auf Reisen 177.
Autochromplatten, Verstärkungs-Hinterlagen bei — 269; A. Prilejaeff, Gelbscheiben für — 294; Neue Verpackungsweise der — 299.
AutochroniprozeD, Zum —- 369.
Baker, T. Thorne, Zur Fabrikation des Aristo- papiers 285.
Ballon, Paul Proeger, Wolkenstudien vom — 291. |
Baumstudien im Winter 44. ۱
Belichtung, E. Wychgram, Über Lichtwirkung und — 371.
Belichtungsmesser, — für Innenaufnahmen 221; Zuverlässigkeitsgrenze der — 365.
Bellieni, H., Gebrauch der Autochrom-Gelb- scheibe für gewöhnliche Aufnahmen 80. Bennet, W., Erzeugung direkter Diapositive nach Photographien 58; Brauntonung von Bromsilberkopien 75; Das saure Fixierbad
298.
Benoist, L., Verstärkungs-Hinterlagen bei Auto- chromplatten usw. 260.
Bilder, Zu unseren — п 10, 28, 43, 57, 73, 91, 104, 121, 138, 154, 168, 187, 201, 210, 231, 250, 266, 283, 300, 318, 333, 347, 364, 379.
Blake, A. H., Zum Ozobromprozeß 289.
Blaudruck, Grüntonung von — en 285.
Blitzlicht, Spitzers elektrische Fernauslösung für -aufnahmen тто.
Blutlaugensalzabschwächer, Haltbarkeitssteige- rung des — $ оо.
Bolz, Schärfe und Unschärfe 232.
Boroid 125.
Bromine, Otto, Neue Spülvorrichtung 45.
Bromöldruck, Neues zum — 317.
Bromsilberkollodium-Trockenplatten 332,
Bromsilberkopie, Zur Schwefeltonung von — en 53; Brauntonung von — п 75; В. Namias, Wie erhält man bei — n mit Schwefelton- bad die besten und haltbarsten Brauntöne ? 100; Sepiatonung für — 170; Entwicklung von — n in warmen Tónen 221; Kombinierte Kupfer- und Schwefeltonung für — n 316; Sepiatonung von — n 345.
Bromsilbervergrößerung, Gleichzeitige Ехро- sition und Entwicklung von — en 76.
Brook, H. H., Figürliches und Nachtphoto- graphie 125.
Büchner, W., Packfilms in der Standentwick- lung 237.
Caldwell, W. H., Platten mit Hydrazin-Emul- sion 281, 317.
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Callier, A., Intensive Verstärkung 204.
Cellon 125.
Chlorbromsilberkopien, Sepiatonung von — 345.
Chlorsilber, Unterscheidung von — und Brom- silberschichten 157.
Davis, W. S., Photographie bei Mondlicht 68.
Dekorativ, О. Ewel, Vom — еп 97.
Delap,K.,Schneelandschaften mitGelbscheibe 3.
Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Photo- graphie, E. V., Berlin 87.
DiachromprozeB, Diapositive mittelst des — es 376.
Diapositiv, Duplikate von — en 41; Erzeugung direkter — e nach Photographien 58 ; — Ein- fassung 74; Diachrom — е 376.
Dioptichrom, Neue — raster 30.
Direkte Positive, F. Monpillard, Herstellung direkter — für topographische Zwecke 212.
Dixio-Stereoskop mit Prisma 377.
Dodgson, J. W., Zur Wirkung des Ammonium- persulfatabschwächers 269, 330.
Dunkelkanimerlaternen für die Reise 219.
Dunkelkammerscheiben, Selbstgefertigte und Handels — 182.
Dunkelkammerzutritt 236.
Duplikatnegative, Lumiére uud Seyewetz, Her- stellung von — n durch Entwicklung nach dem Fixieren 373.
Emailphotographie, Fornieln zur — 284.
Emulsion, E. Stenger, Wärmeeinfluß auf die Empfindlichkeit der — sschicht 206.
Entwickeln und Fixieren in einer Lósung 333.
Entwickler, — іп Pulverform 14; Lumière u. Seyewetz, — für die Tropen 84; Hydro- chinon — ohne Sulfit 171: Hydrochinon- Metol — 209; Konzentrierte — 268.
Entwicklung, Zur Zeit 30; Zur Praxis der Stand — 145; — sschale mit Ausguß 156; Packfilms in der Stand — 237: Lumiere u. Seyewetz, Entwicklung nach dem Fixieren 276.
Erfurth, Hugo, Schärfe und Unschärfe 139.
Ermen u. Gamble, Zur Schwefeltonung von Bromsilberkopien 53.
Estanave, M., Photographien in wechselnden Farben 220.
Ewel, О., Familienchronik in Bildern 4; Vom Dekorativen 97.
Expositionsmesser, — für Innenaufnahmen 221; Zuverlässigkeitsgrenze der — 365.
Familienchronik in Bildern, О. Ewel, — 4.
Farbenausbleichverfahren, von Hübl, — 315; P. Hanneke 337.
Farbenempfindliche Platten, Zum Gebrauch — 161; — in der Landschaftsphotographie 254.
Farbenfilms der N. P. G., P. Hanneke, Die neuen deutschen — 8; W. Scheffer, Die Schichten der — 13.
Farbenphotographie, Neue Dioptichromraster 30: Hinterberger, Elementgrófen der neuen Linienrasterplatten 59; E. Wychgram, Über neuere Farbraster 102; Reproduktion und Vergrößerung von — n auf Rasterplatten 156; Ruths Dreifarbenraster 169; Ives Tri- pak-System 228.
Farbige Kopien nach gewöhnlichen Negativen 236; Verstarkungs-Hinterlagen bei Auto- chromplatten usw. 269.
Films in heißen Klimaten 126.
Fixierbad, — als Abschwächer 65; Bennett, Das saure — 208; Schnell — 346.
Fixiernatron, Prüfung auf Auswässerung des — $ 157.
Flammarion, Camille, Aufnahmen des Halley- schen Kometen 204.
Fleck, С., Der Graphitdruck 147.
Foco-Entwicklungsdose, Neuerung an — n çs.
Forster, A., Wiedergabe des Weiß in Auto- chromaufnahmen 155.
Fragen und Antworten 16, 47, 62, 78, 95, 111. 128, 143, 159, 175, 222, 239, 270, 286, 302, 335, 350.
Frühjahrsaufnahmen 81.
Gauthier, P., Praktische Winke für den Öldruck 221
Gegenlichtaufnahnıen, Carl Knabenschuh, — in Innenräumen 180.
Gelbscheibe, 161. Gebrauch der Autochrom — für gewöhnliche Aufnahmen 89; A. Prile- jaeff, — n für Autochromplatten 294.
Gimpel, L., Reproduktion und Vergrößerung von Farbenphotographien auf Rasterplatten 156.
Glas, In — geätzte photographische Kopien 77.
Glasschneiden, Zur Praxis des — $ 14.
Goerke, F., Aufnahmen aus der Natur unserer deutschen Heimat 222.
Goerz- Jubiläum 364.
Gouillon, F., Negativverstärkung mit einer Lösung 188.
Graphitdruck, C. Fleck, Der — 147.
Griffiths, N., Sepiatonuug für Bromsilber- kopien 170.
Haldy, B., Tonen von Aristokopien 268.
Halleyscher Komet, Aufnahmen des — en 205.
Haltbarkeit, Wie steht es mit der — unserer Kopien? 120.
Hanneke, Paul, Die neuen deutschen Farben- films 8; Materialpriifungen 26; Kopierpa- piere fiir die Winterszeit 33; Ubertragspa- piere fiir den Pigmentprozeß 49; Frühjahrs- aufnahinen 81; Wie steht es mit der Haltbar- keit unserer Kopien? 129; Zum Gebrauch farbenempfindlicher Platten 161; Miniatur- kameras 193; Hydrochinon-Metol-Entwick- ler 209; Reisebilder 225; Landschaft und
IV
Wolken 257; Platten mit Hydrazinemulsion 281: Lichthófe mit Platten und Films 253; Wässern der Platten 309; Farbenausbleich- verfahren 337; Projektionsbilder 353.
Harting, Hans, Verzeichnung und deren Besei- tigung 17.
Heimatkunde, Die Liebhaberphotographie im Dienste der — und Denkmalpflege 316.
Heißwetterleiden 251.
Hilbert, Rich., Die Jagd mit der Kamera 116.
Hinterberger, Hugo, Neue Dioptichromraster 30; Elementgrößen der neuen Linienraster- platten о.
Hochgebirge, Photographie im — 173.
Col, E., Verschlußgeschwindigkeit und Licht- verlust 105, 119, 171.
von Hübl, Höhere Empfindlichkeit der Schicht im Farbenausbleichprozeß 315.
Hunter, Benutzung von Gelbfiltern 161.
Hydrazinemulsion, Platten mit — 281, 317.
Hydrochinon, — Entwickler ohne Sulfit 171.
Jagd mit der Kanıera, Rich. Hilbert, Die — 116.
von Igel, Etwas über Interieurs, 356.
Jones, Chapman, Beziehung zwischen Struktur und Bildfärbung 344.
Ives, Tripak-System der Dreifarbenphoto- graphie 228.
Kabdebo, Oskar, Mikrophotographie für Ama- teure 324.
Kamera, Miniatur — s 193.
Kinematograph am Südpol 299.
Kinematographenfilms, F. Wentzel, über — 185, 199.
Kinematographie, А. Ulreich, Förderung der — 135; — im Dienste der Wissenschaft 238.
Kinoapparat, A. Schmohl, Familien — 205.
Kinoaufnahmen, Verwendung von — in Theater- dekorationen оо.
Kirstein, Friedr., Welche Wirkungen hat das Gesetz betr. das Urheberrecht an Werken der Photographie auf den Amateur? 202.
Knabenschuh, Carl, Gegenlichtaufnahmen in Innenräunien 180.
Kongreß, Internat. phot. — Rom 1011 бо, 189.
Kopierpapier, — е für die Winterszeit 33 ; Selbst- bereitung eines — $ 251.
Korken und Stöpsel 124.
Kröhnke, Dr. O., Die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Photographie 87.
Künstlerische Photographie, Kopierverfahren fur — 188.
Einiges
Landschaft und Wolken 257.
Lefebre, F., Färben von Diapositiven mittels des Diachromprozeßes 376.
Lichthöfe mit Platten und Films 283.
Literatur, Adreßbuch 271; Allfeld, Ph. 127; Arderhalden 94; Bartels, С. О. 350; Boblenz М. 380; Carteron, ]. 271; Cremier 46; David
V
239; Eder 46. 370; Eichberg, F., 300; Fleck, C. 31; Frank, M. 350; Fuhrmann, F. 334; Graetz, L. 94; Hamann, R. 318; Hanneke, P. 270; Hansen F. 380; Hedin 32; Heusner 239; Hildenbrand 380; von Hübl 366; Jahr- bücher und Kalender 15, 46, 158, 301, 367; Keßler, H. 190; Kinsley 159; Korn u. Glatzel 349; Kröhnke, О. 127, 286; Lehmann, Н. 366; Leitschuh, Е. 335; Liebermann, M. 127: Liesegang, F. Paul 158 ; Lumiére 2 39 ; Matthies- Masuren 127 ; Mebes 238; Meyers Reisebücher 271; Miethe u. Hergesell 190: Ochs, R. 306; Parzer-Mühlbacher159;Puyo, C. 191 ; vonRohr 318; Scheffer, W. 380; Schillmann, F. 335; Schmidt, Fritz 127 ; Schmidt, Hans 15, 3or: Schmitz. H. 335; Schulz, Georg E. F., 334: Schürmayer 127 ; Scobel, A. 319; Soennecken 238; Tranchant, L. 191, 271; Vogel, E. 238: Vogel, Н. W. 270; Wimmer, Е. 301; Zimmer- mann, R. 45.
Lockett, А,, Dixio-Stereoskop 377.
Lumiere, Antoine, 1 143.
Lumiére u. Seyewetz, Entwickler für die Tropen 84; Gebrauch der Chinone als Verstärker und zur Tonung 132; Unterscheidung von Chlor- silber- und Bronisilberschichten 157; Ent- wicklung nach dem Fixieren 276. Herstellung von Duplikatnegativen durch Entwicklung nach dem Fixieren 373.
Mackie, A., Konzentrierte Entwickler 268.
Magnesiumlicht, Gruppenaufnahmen bei — 61.
Manley, Thomas, Fortschritte пи Ozobroim- prozeß 113.
Marsaufnahmen 368.
Materialprüfungen 26.
Mattscheibe, Herstellung von — п 76.
Meer, Е. Wychgram, Photographie am — е 241.
Mees u. Piper, Hydrochinonentwickler ohne Sulfit 171.
Meisenbach, Georg, 189.
Mertensdruck 109.
Mikrophotogramme, Lichtfilter für — 80.
Mikrophotographie für Amateure, О. Kabdebo — 324.
Miniaturformate, Wilhelm Richter, — 30.
Momentverschluß, Е. Holl, — Geschwindigkeit und Lichtverlust 105, 119; Lamellen — 299; Geschwindigkeiten von — en 331.
Mondlicht, Photographie bei — 68.
Monpillard, F., Herstellung direkter Positive für topographische Zwecke 212.
Moore-Licht 170.
Nachtphotographie, Figürliches und — 125.
Namias, R., Wie erhält man bei Bromsilber- kopien mit Schwefeltonbad die besten und haltbarsten Brauntöne ? тоо.
Negativ, — entwicklung, demonstriert mittels Kinematographen 80: Transparentmachen von Papier — en 126; Aufbewahrung von —
en 331, 378. W. Weißermel, Vergrößerte — e 341; Sclinelle Trocknung von — en 344; Zur Praxis der Verstärkung von — 347.
Niebergall, Jacob, Photographische Ausstellun- gen 150.
Öldruck 59; Kombinationsdrucke im — 74; Р. Gauthier Praktische Winke für den 321.
d'Osmond, Entwickler in Pulverform 14.
Ozobromprozeß, Fortschritte im — 113; A. Н. Blake, Zum — 280.
Packfihns in der Standentwicklung 237.
Patentnachrichten 16, 32, 47, 63, 80, 96, 111, 144, 160, 176, ТОТ, 207, 224, 240, 256, 271, 288, 303, 319, 336, 351, 367.
Perly, G. A., Versuche über Solarisation 244, 261.
Permanganatabschwächer 142.
Pigeon, L., Dixio-Stereoskop 377.
Pigmentdruck, Lokale Behandlung von — en 45; Übertragspapiere für den — 49.
Pigmentpräparation, Arbuthnot, Eine neue — 23.
Pilzaufnahmen, Rud. Zimmermann, — 195
v. Poncet, Entwicklungsschale mit Ausguß 156.
Porträtaufnahmen in Innenräumen 273.
Postkarten, Glätten von — 141; Apparat für automatische Herstellung von Bromsilber — 189.
Priléjaeff, A., Gelbscheiben für Autochronı- platten 294.
Proeger, Paul, Wolkenstudien vom Ballon 291,
Projektionsapparat, Paul Thieme, Die Aus- nutzung der Lichtquelle im — 35; Hans Schmidt — 75.
Projektionsbilder 353.
Pyroentwickler, Haltbarkeitsmittel für — 345.
Quedenfeldt, E., Neue Ausdrucksformen in der Photographie 359.
Reise, Е. Wentzel, Von der Photographie auf — n vor бо Jahren 122, 137: Р. Hanneke, — bilder 225. E
Richter, Wilhelm, Miniaturformate 30.
Ruth, Rudolf, Neuer Dreifarbenraster 169.
Schárfe, E. Wychgram, Über Bild — 1; H. Er- furth, — und Unschärfe 139, 232.
Schattenrisse, W. Weifermel, Photographische — 1I, 29; Otto Steiner, — 305.
Scheffer, W., N. P. G.-Farbenfilms 13.
Schleicher, B., Schnelle Trocknung von Nega- tiven 344.
Schmidt, Hans, Ausnutzung der Lichtquelle im Projektionsapparat 75.
Schmohl, A., Familienkinoapparat 205.
Schneelandschaften mit Gelbscheibe 13.
Schnellkopien 13.
Schnellphotographie 109.
VI
Schwefeltonbad mit Selen 365.
Selbsttonungspapiere 90.
Silhouettenaufnahmen 11, 20, 305.
Smith, T., Geschwindigkeiten von Momentver- schlüssen 331.
Smith, J. H., Utocolor-Papier 337.
Solarisation, G. A. Perly, Versuche über — 244, 261.
Standentwicklung, Zur Praxis der — 145; Pack- films in der — 237.
Statistisches über Ein- und Ausfuhr der Photo- industrie 253.
Stativ, Louis Lang, Freiland — 223.
Stegemann 1 60.
Steiner, Otto, Zum Thema Silhouettenauf- nahmen 305.
Stenger, Е., Wärmeeinfluß auf die Empfind- lichkeit der Emulsionsschicht 206.
Stereoskop, Dixio — 377.
Stinumungsbilder 91.
Struktur und Bildfärbung, Beziehungen zwi- schen — 344.
Switkowski, Jos., Kombinationsdrucke im Öl- druck 74.
Telegraphie, Zur Bild — 365.
Thebugraph 187, 252.
Thieme, Paul, Ausnutzung der Lichtquelle im Projektionsapparat 35.
Ton, Weston, Veränderung des Bild — s durch Erhitzen 270.
Tonung, Schwefeltonung von Bromsilber- kopien 53, 100; Braun — von Bromsilber- Корїеп 75, 221; Selbst — враріеге оо; — mit Chinonen 132; Sepia — für Bromsilber- kopien 170; W. Weißermel, Kupfer — 259; Kombinierte Kupfer- und Schwefel — für Bromsilberbilder 316; Sepia — von Brom- und Chlorsilberkopien 345; Schwefel — mit Selen 365.
Trapp & Münch Jubiläum 60, 252.
Tripak-System, Ives — 228.
Trivelli, Selbstgefertigte und Handels-Dunkel- kammerscheiben 182.
Trockenplatten, Bromsilberkollodium — 332.
Tropen, Lumiére u. Seyewetz, Entwickler für die — 84.
Tschörner, Ludwig, Zur Bildtelegraphie 365,
Unterwasserphotographie 170.
Ulreich. Alois, Förderung der Kinematographie 135; Das Atelier іш Rucksack 164.
Urheberrecht, F. Kirstein, Welche Wirkungen hat das Gesetz betr. das — an Werken der Photographie auf den Amateur? 202.
Vallot, M., Zum Autochromprozeß 369. Veraskop, Ergänzungen zu Richards — 237. Verband, Photopapier — 60.
Verbandstag, Eisenacher Amateur — 207. Vergrößerte Negative, W. Weißermel, — 341.
Vergrößerung, A. Weimann, Monochrome — von Autochroinen usw. 215.
Verschlußgeschwindigkeit, Е. Holl, — und Lichtverlust 105, 119, 171.
Verstärkung, — mit Chinonen 132; — mit einer Lösung 188; Intensive — 204; Wellington, Neue Versuche über Silber — 267.
Verzeichnung, H. Harting, — und deren Be-
seitigung 17.
Warstat, W., Internationale Ausstellung für Bildnis und Figurenbild zu Hamburg 310, 327.
Wässern der Platten 300.
Wässerungsvorrichtung, Brómmes — 45.
Wechselnde Farben, Estanave, Photographien in — 220.
Weimann, Arthur, Monochrome Vergrößerung von Autochromen usw. 215.
Weißernel, W.. Photographische Schattenrisse 11, 29; Kupfertönung 259; Vergrößerte Nega- tive 341.
Wellington, J. B. B., Neue Vorschrift für Silber- verstarkung 267.
Wentzel, Fritz, Von der Photograplie auf Reisen vor бо Jahren, 122, 137; Einiges über Kinematographenfihns 135, 199.
Weston, Veränderung des Bildtons durch Er- hitzen 279.
Wiener photographische Gesellschaft, Jubiläum der — rir.
Wychgram, E.. Über Bildscharfe 1; Über neuere Farbraster 102; Photographie am Meere 241; Über Lichtwirkung und Belichtung 371.
Zetzsche, F., Verschlußgeschwindigkeit und Lichtverlust 171. Zimmermann, Rud., Pilzaufnalimen 195.
VII
IA
Bilderverzeichnis
Tafelbilder Vor Seite Vor Seite Heft ı: Р. Debreuil (Paris), Du Schleier 49 Otto Ehrhardt (Coswig), Vor dem Gewitter — — Paris, Place de la Concorde 49 (Heliogravüre) . Sea 1 — — Fontäne S 49 — — Luftschloß . I Heft 5: — — Abendsonne. . I Carl Heller (Samaden), Rauhfrost oe — — Vor der Stadt ' 1 gravüre) ... 65 — — Das Kreuz auf dem Berge . I Leonard Misonne (Gilly), Auf dem Eise . 65 Helena Goude (Haag), Porträt. . . I Peter Oettel (Berlin). Maler Mohrbutter 05 Robert Mahr (Berlin), Maler in Landschaft I — — Damenporträt. | RUM. С. Middendorp (Hilversum), Alt-Utrecht 1 Grete Back (Blasewitz), Porträte 65 Roberto Mosca (Chiavazza), Knaben mit Мах Mehner (Krefeld), Pinien . . . 65 Spielzeug . ЕСЕСІН 17 Walter Bergs (Krefeld), Am Teerkessel 65 Heft 2: — — Die Woge. : — —À 65 Victor Stouffs (Brüssel); Viadukt. e (27 Heft i Raimund F. Schmiedt (Berlin), Aus Vene- Dr. Baltl (Graz), Morgenweide . . . 81 dig 17 Othmer Streichert (Graz), Im Park. . . 81 Charles Dewit (Brüssel), St. Christophe- -en- Willy Tumlirz (Graz), Mondnacht auf Sylt 81 Oisans . : . 17 Dr. Кай Hassack (Graz), Pflüger . $1 — — Der Korso in Taormina : : 17 Кай Kalliwoda (Graz), Japaner 81 Arthur Moser (Görlitz), Rom, Titusbogen u u. Dr. Rosenberg (Graz), Schloß Seggau . 81 Forum . . 17 Ernst Harter (Graz), Waldstraße . 81 Franz Holluber (Wien), Alter Hof i in Salz- V. Bauer (Graz), Rinder auf Weide . 81 burg... 17 Heft 7: Walter Groß (Danzig), Winternacht am Georg Maus (Berlin), Zons a. Rh. (Helio- Bahnhof . . . iu. 17 gravure) . . - 97 Ph. u. Е. Link (Zürich), Winterbild . 17 Ph. u. E. Link (Zürich), Im Rohrschilf 97 Heft з: — — Frühling . 97 Arthur Moser Bergfriedhof (чш Karl Prokop (Wien), Frühlingsmorgen. 97 gravüre) 33 Anni Heimann (Charlottenburg), Porträt 97 — — Tivoli 33 A.S. Weinberg (Groningen), Knabenporträt о; — — Ravello 33 Clara Bauer (Degerloch), Porträt . 2707 Carl Frederiksen ( Kopenhagen) Landschaft 33 Aura Hertwig (Charlottenburg) دید سو — -- Wasserrosen 33 trät z š . 97 — — Hafenbild 3 Erna Spencer (Newark), Damenporträt. 97 — — Georginen 33 Heft 8: — — Ernte .. 22.02.0... 33 В. Polchow (Loitz), Damenporträt 113 Nicola Perscheid (Berlin), Bildnis Hans — — Frühmorgens . . . | 113 Thoma . 5 25.5 33 Вет. Е. Eilers (Amsterdam), Nebel . 113 ней Ss Dr. Ant. Randa (Gablonz), N чи Р. Dubreuil (Paris), Ап der Fontäne . 49 Fischbrücke in Danzig. 113 —- —— Brüssel, Grand’ Place . 49 Е. Fuß (Bern), Gewitterstimmung . 113 -— — Kind auf der шин 49 Мах May (Hamburg), Im Elbeschilf 113 -— — Die Sphinx . 49 Agnes B. Warburg, Segel. . . 113 -- — Das Nashorn . 49 Сипо Romroth (Gera), An der Elster 21213
VIII
Vor Seite
Hett 9: Sherril Schell (Newyork), Porträt (Helio- gravüre) : С.Т. van Dühren (Berlin), Weidende Schafe — — Brandung 2% А — — Porträte . . : Ph. u. E. Link (Zürich), Alpentannen ЭР” E. Heer (Oppeln), Dekorative Landschaft Atelie Elvira (München), Porträt . Heft то: L. Petschka (Herzogenbg.), An derBildfichte Benno Gaude (Charlottenburg), Ententeich А. О. Weitzenberg (Altona), Portráte . . . M. Lautenschläger (Worms), Landschaft . — — Lindenfels i. Odenwald. : Carl Schmuck (Worms), Abend. . — — Schwere Wolken. Heft 11: D. de Jonge (Amsterdam), Mutter und Kind (Heliogravüre) . . Alfred Krauth (Frankfurt a. .. M. ) Prof. А. Haueisen . Otto Rich. Bossert Prof. Brütt . Vier Bildnisse. : Heft 12: C. Knabenschuh (Frankfurt a. M. =) Vor dem Festzug ius — — Wetzlar . .. : . C. Jenezon (Haag), Tränkende Schafe — — Weide . . ; ES — — Schäfer mit Herde — — Auí dem Lande. | S. Urff (Hanau), Sonnenuntergang a am Main E. Hausamann (Heiden), Schloß Hohen- klingen. : :
C Abt.
Heft I "P Magnus Brunkhorst (Lübben), Landschaft (Heliogravüre) . . С. Teicher (Weißenfels), Septembermorgen Hans Robertson (St. е Aus dem Prä- tigau. . . . c-r — — Im Sonnenlicht . — — Am Steuer . . I Gerhard Augustin (Potsdam), Muskau 2 Dr. Rudolf Ginzel (Reichenberg), 0-0 und Nebel im Gebirge. . . Carl Heller (Sanıaden), Volldampf N, Haranghy (Debreczin), Der T agelohn Heft 14: Heinrich Mikolasch Паш — — Frühlingsblüte : — — Morgendämmerung .. Pioti Czlapinski (Zakopane), Fischer : Heinrich Pfalzgraf (Ziegenhain), Abend am Zürichersee . . W. Schmidt- Diehler (Frankfurt a. MA Ein- bringen der Ernte in Oberbayern . — — Bei Wildungen . . . Willy Diedenhofen (Mayen), Feldblumen
Volosca
Vor Seite Heft 15:
Hermann Brühlmeyer (Passau), Tänzerin (Heliogravüre) ........ 2225 Nikolai Petrow (Kiew), Portrate . . 225 Heinrich Bohler (Wien), Eselreiterin . 225 — — Аш Attersee . 225 — — Bootsbauer in Curzola . . 225 — — Porträte . . 225
Heft 16:
Th. u. O. Hofmeister a Aus 544- deutschland. :
— — Der Landschaftsmaler ET
Rudolf Duhrkoop (Hamburg), Mutter und Kind.
Dr. von Boxberger (Marburg), Spätsommer
P. Soboczik (Grottkau), Vor der Waldmuhle
Paul Kanıstieß (Dirschau), Ausblick .
Am Meer. :
о. Göhring (Kaiserslautern), Am Seeufer
Heft 17:
Cuno Romroth (Gera), Weiden in Morgen- sonne (Heliogravüre).
— — Waldhöhenweg
— — Schafherde аш Bergabhang.
Otto Ehrhardt (Coswig), Sonnenschein .
— — Am Seeufer. £2 d
— — Madchenportrat .
— — Die Kapelle. . .
Minni Roeßler (Frankfurt a. M J Am See- Шет...
Georg Maus (Berlin), An der Pegnitz in Nürnberg. : :
Ней 18: Hildegard Oesterreich (Berlin), Buchenwald — — Im Erlenhain . е Ж eee — — Margueriten. — — Römerbrücke . . Е. Lichtenberg (Osnabrück), Niedersachsen. . . ЭРЭР” ЭСЭЭ Wilhelm Gesche (Hamburg), Heideweg : М. Ochernal (Annaberg 1. S.), Silhouetten Heft 19: Otto Kröhnke (Berlin), Heimkehr der Fi- scher (Heliogravüre). . А Franz Holluber (Wien), Hafenarbeiter. E. Buchheim (Leipzig), Alte Mühle . . . Th. u. О. Hofmeister (Hanıburg), Hollän- discher Fischer . А Johanna Eilert (Berlin), Bildnis Bennewitz von Loefen. . . P. Dubreuil (Paris), Der Spiegel. A. Gurtner (Thun), Im Walde. . . D. Mischol (Schiers), Schweizer Landschaft Lisa Ehlert (Steglitz), Damenportrát . Heft 20: H. Essenhigh Corke (Sevenoaks), Damen- bildnis . . Bern. F. Eilers (Amsterdam), "Schneetreiben : — — Gracht in Amsterdam .. iA Rob. Hofmann (Wien), Winter .
` Motiv aus
. 305
Vor Seite Vor Edouard Adelot (Brüssel), In Flandern . 305 Heft 23: Е. Heidecke (Frankfurt a M.), Bauernhof 305 Peter Oettel (Berlin), Die Kunstkritiker — — Alte Mainbrücke in Frankfurt a.M. 305 (Heliogravüre). Dr. Walter Michaels یسپ en Hermann Brühlmeyer (Wien), Damei in 1 Alt- karren auf Jersey . = 4 305 Passauer Tracht. ; Heft 21: — — Zwei Herrenportráte . . 1-2 Julius Irmler (Elberfeld), Dämmerung (He- ‚Hildegard Frensdorf (Berlin), Dame anı liogravüre) . : 3 Klavier. OE BR EE A с Frühlingsabend (Motiv Ба Schöller\ | Wehrli Act.-Ges. (Zürich), Zypressen аш — — Holländische Landschaft . 3 Comersee . . . Franz Rumpel (Charlottenburg), Unter x m Rapperswyl. m Bäumen . 32 Arthur Moser (Görlitz), Tivoli, ` Aniofálle Rose Scherz (Berlin), Zwei Portrüte. . . 321 Jan Bulhak (Peresieka), En . Nagyrevi Haranghy György (Debreczin) — — Getreideflur. . . Birken . š 321 Heft 24: Alfred Krauth (Wien), ‘Villa : 321 Georg Gerndt (Köln), шахан an der Erft — Interieur . ! 321 (Rheinland). ЭВЭР Heft 22: — — Am Kiefernwäldchen Grete Dorrenbach(Berlin), Dameam Fenster 337 — — Moseldörfchen (Carden) D. de Jonge (Amsterdam), Holländische Sherril Schell (New York), Portrat. Landschaft. . . . 337 W.Schmidt-Diehler (Frankfurt a. M.), Herr Frl. Harden (Berlin), Berliner Hafenbild 337 am Schreibtisch . . . F. Fuß (Bern), Motiv aus Bern. . . 337 Anny Heimann (Charlottenburg), Gruppen- ` Max Moldenhauer (Tharandt), Abend. im bild | Hafen . . 337 Dr. J. Rothberger (Wien), Gewitteraufzug Magnus Brunkhorst (Lübben) Mer dem Ernst Charlier (Aachen), Landschaftsauf- Spreewald . . 337 nahme; dazu Reproduktion eines Ge- Frau Schück (Görlitz), Die letzte Fuhre 337 máldes des gleichen Motivs von Peter Franz Rogowitz (Posen) Bernhardiner Büchen-Aachen . . . ; Kirche in Posen 338 Hugo Erfurth (Dresden), Kinderbildnis : Textbilder Seite Heft 1: R. Zimmermann (Rochlitz), Hamster Otto Ehrhardt (Coswig), Uber den Dachern — — Haselmaus . (MeiBen) . : : 0.5. т — — Buntspechte .. -- — Winterlandschaft 4 Emmi Briegleb (Göttingen), Olivengarten — — Meißen. 5 Heft 4 — — Dämmerung .... 6 Dr. Albert Busch (Braunschweig), 1 Klösterl — — Licht und Schatten . 7 am Walchensee . — — Nebel . 9 — — Nach dem Gewitter : г Heft 2: Gusti Bandau (Berlin), Gruppenbild : Oskar Lenhart (Graz), Landhaus zu Graz 17 6. Matthias (Pasewalk), Kriegsschiffe im W. Schmidt-Diehler (Frankfurt a. M.). Kir- Hafen von Swinemünde . i cheninneres von Burghausen : ... 18 — — Sonnenuntergang ап der Ostsee. W. Lorenz (Erfurt), Markt in Erfurt . 20 Jean Simionescu (Cernavoda), Nach dem Мах May (Hamburg), Aus Lübeck . . . 21 Е Sturm . . 5. Urff (Hanau), Römer zu Frankfurt а. М. 22 Friedl Buschbeck (Salzburg), ` Abendstim- Victor Stouffs (Brüssel) Letzter Schnee 24 mung . 7 W. Lorenz ہو M uid v in Rothen- Heft Е burg о. Т. 25 Walter Bergs (Krefeld), Flußlandschaft . Heft " Р. Е. Weckmann (Alt-Strelitz), Damm- M. Meidner (Charlottenburg), Im Park. . 33 уйа... — — Birkenweg . . 34 А. de Jonge (Amsterdam), Winter in Am, — — Alt-Berlin (An der Fischerbrücke). 35 sterdam ... L^ Eınmi Briegleb шижин Kirschblüte an Rob. Malır (Berlin), Zwischen Wolken 2-8 der Werra .. 36 G. Reinke (Berlin), Tauwetter — — Gardasee . 37 Carl Heller (Samaden), Gemsen.
P^
Seite
353
. 353 . 353
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Seite 42 43 44 48
Seite Heft 6: Dr. Karl Hassack (Graz), Weiden . . . . 81 Dr. Ott (Graz), Gebirgsbach . . . . . . 82 Karl Kalliwoda (Graz), Studie . . . . . 83 Alfred Koch (Graz) Frühling. . . . . . 84 Dr. Fuhrmann (Graz) Sommerabend . . 85 Luise Emele (Graz), Sonnenuntergang . . 87 Heft 7: Dr. Kuznitzky (Kóln), Schleppschiff . . 100 Ernst Buchheim (Leipzig), Castiel . . . 101 H. Wiedemann (München), Aus dem Da- chauer Moos . . جا wd OD
Friedl Buschbeck (Salzburg), Gegenlicht 105 Dr. von Boxberger (Daressalam), Mittags-
TUNE шы оу E پر а-ы шә 4 w di Heft 8: Rob. Liep (Leipzig), Alt-Leipzig . . . 1I3 G. Gebhardt (Ludwigshafen), Mannheimer Hafen . . > A ar R. Polchow (Loitz), Kinderporträt و EDS — — Gewitterwolken . . . . . 128 R. Hilbert (Rathenow), Wildaufnahmen | 116—119 Heft о: Frau Schuler-Honegger ( win In den Glarner Bergen . . . : e sar ТРО Hans Peiser (Berlin), Gänse Se ЖООЛУ 6 J. Bythiner (Posen), Gebirgsbach . . . . 131 — — Kühetränke. . . 98+241 С. ]. van Dühren (Berlin), Porträt سے G 333 Ней 10:
О. Göhring (Kaiserslautern), Ausblick . 146 R. Kratz (Dieburg), Blick durchs Hoftor 147
Karl Köhler (Würzburg), Siesta . . . . 148 Marie Helıns (Rom), r E am Átna. . . » ded eode wo M. Lautenschlüger (Worms), Dorfhaus . . 152 Heinrich Jost (Worms), Amorbach . . . 153 Heft 11: W. Zenker (Leipzig) Grasmáher . . . . 161 С. Gerndt (Hamburg), Sommer. . . . . 162 — — Im Hamburger Hafen. . . . . . 164 Franz Rogowitz (Posen), Wir suchen Son- nenschein . . . . 163
Robert Liep (Leipzig), Vor dem Hause . 165 Piotr Czlapinski (Zakopane), Hafen . . . 167
Heft 12: Johann Lindby (Linköping), Landschaft 177 Dora Bloedorn (Schlawe), Morgnaga . . 178
E. Hausamann (Heiden), Vor dem Hause 179 Ferry Niedenführ (Berlin), Wegarbeiter 182 Bruno Mielke (Wilhelmshaven), Kurze Rast 183 Vogel (Kiel), Der Wallensee bei Murg . 184 Carl Albrecht (Grevesmühlen), Schwäne 192 | Heft 13: Dr. Rudolf Ginzel о Wiesen- bach. . 5 ас 193 Hans | Robertson (St. Moritz), Neuschnee 194 N. Haranghy (Debreczin), Kinder im Bach 200 R. Zimmermann (Rochlitz), Pilze 195—199, 208
Heft 14: Alfred Koch (Graz) Sommer. . . А Dr. С. Gruber (München), Im Zillertal : Joachim Brock (Freiburg 1. Baden), Am
Münster in Freiburg. . . 2 x E
Piotr Czlapinski (Zakopane), "Wellengang Oscar Kadebo (Kolozsvas), Sonnenunter- gang. . зк чын Emil Speer (Lüderitzbucht), ` Löwenkopf bei Angras Juntas. D Heft 15: D. Mischol (Schiers), Alpenwiesenbach . . Elisabeth Spáing (Berlin) Waldweg — — Birkengruppe . . . Heinrich Bóhler (Wien), Das Gewitter. — — Аш бес .. b. 8 Otto C. Gaedechens (Kiel), Burrano | Heft 16: Edouard Adelot (Brüssel), Treidelei . D. de Jonge (Amsterdam), Alte holländische Frau... Anny Heymann (Charlottenburg), Porträt Anton Mayer (Abtnaundorf), Knaben im Wasser. . . Erich Schróder (Hamburg), "Heidelandschaft bei Borstel . Dora Bloedorn (Schlawe), Pommersches Bauernhaus. . . : Car] Friedr. Wolf (Mainz), Am Rhein . Ней 17: С. Heerdt (Mainz), Sonnenuntergang im Ostender Hafen. . . ЕРДЕ" — — Ап аег Stadtbrücke KEE Aura Hertwig (Charlottenburg), Bildnis Prof. His .
25 2 Hildegard Oesterreich (Berlin), Im Walde 2
Eugen Irmenbach (Prag), Holländisches Motiv 4» % س — Feierabend . Heft 18: Minni Roeßler (Frankfurt a. M.), Schwere Wolken. : : Bertha Zillessen (Bautzen), Im Baderaum von Hanım (Berlin), Bach bei Wernigerode
M. Ochernal (Annaberg i. ko Waldwasser
— — Bergweide : ы
— — Birkenweg :
Hildegard Oesterreich (Berlin), Vorzimmer Heft 19:
Adolf Baumgart (Warschau), Danimerung
A. Richter (Lipine), Regenwetter im Riesen- gebirge . à
Hans Schneider (Lübbenau) Königin der Nacht ..... .
А. Voswinkel (Rom), "Wiesenwasser :
Bruno Wiehr (Dresden), Am Straßeneck зо.
Heft 2о: M. Krieg (Charlottenburg), Fischerboote — — Sonnenschein .
Ruggero Pozzar (Triest), Abend im | Hafen
F. Schultze (Dresden), Winterflur . : 5. Urff (Hanau), Schnee auf der Wiese
310 Egmont Nagel (Muzi-Bern), Mäher . 311 С. Roith (Baku), Harter Winter. 311
N. de Bobir (Kiew), Ein grauer Tag . . 320 Heft 21:
Josef Bythiner (Posen), Auf der Landstraße 321 Robert Liep (Leipzig), Feldscheunen . . 322 E. Heerhartz (Gardelegen), Rauhreif. 323 Н. Bachmann (Graz), Segler . . . . 327 Heinrich Scholz 0 G sewitter ; аш Lago Maggiore . . . ےن ES Heft 22: A. Wande (Salzwedel), Wiesenbach 337 J. Riszdorfer (Sarospatak), Winden. 338 Kurt Foige (Berlin), Im Triebtal . . 339 Ed. Nemeczek (Wien), Herbstlied . 340 Wilhelm Weimar مو یت اوس یت mum. 341
von Kitzing (Hameln), "Alte 000 . . 342 Hugo Наше (Dresden), Im Elbtal . Udo Koerber (Kolpino), Wolkenstudie .
Seite
Heft 2;: Peter Oettel (Berlin), Bildnis A. Conze . 354 — — Neueste Nachrichten. eo 950 — — Heimweg. 357
L.O.Grienwaldt( Bremen), Dame inSchwarz 355 Friedl Buschbeck 0 Brunnen in
Salzburg . . . эгээ... — — Winter. қ 350 М. Meidner (Charlottenburg). An der Havel
bei Schildhorn . . . 360 Leopold Ebert (Wien), Ww olken. am Glet-
scher. ки.
Heft 24: Ernst Müller (Dresden), Amsterdam. . 369 — — Abend in der Eifel. . . . 372 Georg Gerndt (Köln), Altes Schloß 370 Fritz Prachowny (Troppau), Am Kirchplatz 371 — — Ausblick. ES a EE Hm Dd Roberto Mosca (Chiavazza), Am Fenster 375 Dr. Karl Hassack (Graz), Abend am Mondsee 376 Hugo Erfurth (Dresden), Damenporträt . 377
Kleine Chronik
Vereinsnachrichten
Berlin, Verein zur Förderung der Photographie II, 21, 40, 49. Deutsche Gesellschaft von Freunden der Photographie 12, 29, 47. Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Photographie 50, 58, 77, 97, 151, 171. Photoklub der А. Е. С. 167. Breslau, Schlesische Gesellschaft von Freunden der Photographie 2, 61, 68, 127, 165. Frankfurt a. M., Photographischer Klub 1, 23, 30, 41, 53, 58, 67, 81, 85, 145, 157, 166, 176. Gotha, Photographische Gesellschaft 14. Graudenz, Amateur-Photo-Klub 85.
Hamburg, Gesellschaft zur Förderung der Amateur-Photographie 51, 57.
Leipzig, Gesellschaft zur Pflege der Photo- graphie 122.
Leitmeritz, Deutscher Amateur-Photographen- Klub 31.
Mainz, Camera-Club 166.
Schweinfurt, Amateur-Photographen-Club 4.
Stettin, Verein von Freunden der Photographie 33, 38, 91.
Verband Deutscher Amateurphotographen- Vereine 37, бо, от, 109, 118. Verband schleswig-holsteinischer
photographen 150.
Amateur-
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OTTO EHRHARDT, COSWIG Über den Dächern (Meißen)
Über Bildschärfe. Von Пк. ENGELHARD WYCHGRAM. | E 07 verboten.
ildschärfe ist absolutes Erfordernis für alles photographische Arbeiten. Ob man B auf sie verzichtet und zu bestimmten Zwecken künstlerischer Abbildung gerade die malerische Wirkung einer gewissen dezenten Unschärfe ausnutzt, ist eine andere Sache. Voraussetzung für erfolgreiche ‘Behandlung photographischer Aufgaben — auch künstlerischer — ist, daß das Format vollständig und gleichmäßig von dem Objektiv ,,ausgezeichnet' wird, d. h: daß innerhalb des gegebenen Öffnungswinkels des Objektives die Strahlenvereinigung überall eine vollkommene ist. Heutzutage wird diese Forderung von allen Erzeugnissen namhafter Werkstätten erfüllt.
Die praktische Begrenzung der Schärfeforderung wird dadurch gegeben, daß dem bloßen, normalsichtigen Auge, genügende Kontraste vorausgesetzt, schon eine Ver- wischung der Konturen um 0,1 mm als Unschärfe erscheint. Dies kann wohl als untere bescheidenste Grenze für Bildgüte bezeichnet werden. In der Regel soll ein gutes Negativ bekanntlich eine lineare Vergrößerung von ro—r5fach vertragen können. Bei stärkerer Vergrößerung wird das Korn der Bildschicht mitvergrößert, so daß das Urteil über die Schärfe der Zeichnung sehr erschwert wird. Demnach würde
I.I. тотт. Photogr. Mitteilungen. Jahrg. 48. I
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man sagen können, daß das Bild auf dem Negative eine Vergrößerung vertragen muß, bis das Emulsionskorn in dieser Vergrößerung eine scheinbare Größe von 0,I mm erreicht. Da nun in der Regel — die unempfindlichen, sog. kornlosen Platten aus- genommen — der Korndurchmesser bei mittlerer Schwärzung etwa 0,003—0,006 mm beträgt, so würde sich eine förderliche Vergrößerung von etwa I6fach ergeben. Andererseits läßt sich jedoch auch die Frage aufwerfen, wo denn die Grenze der Schärfe für das rein optische Bild liegt? Oder praktisch gesagt: Wovon hängt die Güte des Luftbildes ab, welches von unendlich weit entfernten Objekten in der Brenn- ebene des Objektives entsteht? Hier muß nun unterschieden werden zwischen der Bildqualität, welche von den chromatischen, sphärischen und astigmatischen Aber- rationen abhängt, und zwischen der Bildqualität, welche durch Diffraktion, d. h. durch Beugungserscheinungen, die an den Begrenzungsrändern der wirksamen Öffnung statthaben, bedingt wird. Erstere läßt sich, wenigstens für axiale und paraxiale Büschel, auf eine große Vollkommenheit durch Korrektion der Aberrationen bringen; ——— € سے letztere dagegen ist durch die Wellen- Berl) Me 8 N — natur des Lichtes direkt bedingt. Und zwar besteht für das Auflösungsvermögen eines Objektives, d. h. für die Winkel- größe (р) eines Gegenstandes, unter welcher er noch eben zur Abbildung zu bringen ist, die Beziehung: | 4 a r sin p = 0,61 — Wh 4 bedeutet die Wellenlänge des betreffen- den Lichtes in Luft, 7 den Radius der Zum Artikel „Über Bildschürfe" Fig. 1 wirksamen Offnung. Hieraus ergibt sich
| schon ohne weiteres, daß das Auflösungs- vermögen mit größerer Öffnung zunimmt. Die Formel zeigt, daß hier ähnliche Be-
ziehungen herrschen, wie sie für die Definitionskraft mikroskopischer Objektive gelten, da auch dort das Auflösungsvermögen der Apertur direkt und der Wellenlänge indirekt proportional ist. Da die Brennweite in der Formel nicht enthalten ist, so hat das Auf- lösungsvermögen mit der Bildgröße an sich eigentlich nichts zu tun. Beispielsweise kann ein Objektiv von 5 cm Durchmesser noch zwei Punkte als getrennt abbilden, wenn sie unter einem Winkel von etwa 3 Sek. erscheinen, Licht der Wellenlänge 0,00056 mm vorausgesetzt. Natürlich würde dieser Winkelwert noch kleiner werden, wenn man kurzwelligeres Licht, wie es für die Photographie ja hauptsächlich in Be- tracht kommt, annehmen wollte. Jedoch entspricht diesem Winkelwert bei mittlerer praktisch brauchbarer Brennweite eine lineare Größe, welche weit unter dem Korn- durchmesser des emulgierten Bromsilbers liegt. Somit ergibt sich für die Praxis, daß für die Wiedergabe von feinsten Einzelheiten schließlich nur das Plattenkorn und der Korrektionszustand des Objektives entscheidend sind. Um sich von dem Korn der Schicht unabhängig zu machen, muß man die Brennweite erhöhen. Nimmt
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man an, daß, um zwei reelle Punkte noch als getrennt abgebildet zu erhalten, ihre Bilder auf. zwei Bromsilberkörner fallen müssen, welche durch mindestens ein un- belichtetes getrennt sind, und nimmt man nach dem oben Gesagten als Abstand zweier solcher Körner bei sehr dichter Lagerung 0,018 mm an, so dürfen in einem Abstande von 15 m vom Objektive die abzubildenden Punkte bei einer Brennweite von 15 cm etwa noch 1,8 mm voneinander entfernt sein. Dies ist immerhin ein Fall, der im allgemeinen nicht gefordert werden dürfte, übertrifft diese Leistung doch um vielfaches die Sehschärfe des normalen Auges.
Diese Erwägungen führen auf die Frage, worin der Wert von Teleobjektiven liegt. Jedenfalls erhöhen sie die Auflösungskraft des ganzen Systemes nicht, wie aus dem Gesagten leicht zu folgern ist, da sie aber einer Verlängerung der Brenn- weite dienen, so gestalten sie das Verhältnis zwischen Bildvergrößerung und Korn- vergrößerung günstiger, und gestatten den bei gewöhnlichen Aufnahmen erst bei stärkerer Lupenvergrößerung erreichbaren Erfolg schon ohne oder mit geringerer
Fig. 2 Fig. 5
Lupenvergrößerung zu erzielen. Trotzdem wird es in vielen Fällen empfehlenswerter sein, mit einem guten und lichtstarken Anastigmaten mittlerer Brennweite zu arbeiten, und absolut scharfe Bilder zu erhalten, als die durch die bei Telesystemen nötige längere Exposition. riskierte Unschärfe in Kauf zu nehmen. Wie weit ein tadellos scharfes Bild sich vergrößern läßt, möge zum Schluß das Beispiel der Figuren zeigen. Die Auf- nahme (Fig. 1) geschah mit einem Tessar f:4,5; f — 113 mm, also mit sehr kurzer Brenn- weite, aus etwa Ioom Entfernung aus freier Hand. Aus dem Film wurde obenstehend vergrößerte Partie ausgeschnitten, in Kanadabalsam auf dem Objektträger eingebettet und mikroskopisch photographiert. Der Gegenstand ist die Aufschrift auf dem Schilde eines Straßenverkäufers in Kopenhagen: 3 Stück то Öre.
Die 20fache Vergrößerung der Figur 2 hat bereits das Optimum überschritten, da das Korn eben sichtbar wird, jedoch noch nicht in stórender Weise. Dieses Bild würde bei direkter Aufnahme einer Brennweite von 21/, m entsprechen.
Figur 3 zeigt den'Strich der Eins. Die Vergrößerung ist hier 125fach. Aus dem eigentlichen Bilde sind hier Abbildungen zalilreicher Bromsilberkórner geworden.
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Die Familienchronik in Bildern.
Nachdruck verboten. or mir liegt ein Album, ‚Maria Susanne‘ steht auf dem Deckel. Ich schlage das Buch auf. Nach einem wunderschönen Vorsatzpapier auf der ersten Seite ein Bild,
eine junge Frau darstellend. ‚Dezember 10025 steht darüber. Ich blättere weiter. Eine Mutter mit einem prachtvollen nackten Kinde auf dem Schoß sitzt in einer Veranda. Die Figuren sind groß gefaßt. Offenbar war die Distanz gering für den Auf- nehmenden. Über die beiden Dargestellten spielen Sonnenflecken. Sie gleiten über den runden Körper des Kindes, streifen die weiße Bluse der Mutter. ‚August 1903‘ steht darunter. Das Bild ist offenbar mit auf langsam gestelltem Verschluß exponiert und zart entwickelt, denn die charakterisierenden Tonabstufungen der weißen Bluse und des tonigen Kinderkörpers sind gut wiedergegeben. Freilich das Kind ist ein wenig verwackelt, aber die prachtvoll das rosige Kinderkörperchen charakterisierenden Ton- werte und die breiten Tonmassen gegeneinander geben so richtig und überzeugend das Ganze wieder, daß man für das Fehlen der Schärfe entschädigt wird. Ich blättere weiter. Eine von rückwärts gefaßte Frau stützt ihr Kind, das offenbar allein noch nicht sitzen kann, aber mit heiter verzogenem Mäulchen dem Beschauer entgegenlacht. „November 1903“ steht darunter. Auf einem regelmäßig freigebliebenen Blatt links stehen Bemerkungen über allerlei Zufälle und Zwischenfälle, die Bezug auf die Ent- wicklung des Kindes haben. Ernst wissenschaftliche Notizen stehen neben humor- vollen und urkomischen Situationsschilderungen. Und so rollt Blatt auf Blatt des reiz- vollen und oft so anmutigen Verhältnisses von Mutter und Kind vorüber, von kurz nach der Geburt an. Ich sehe all die intimen Situationen im Schlafzimmer, die so entzückend
| anmutig und ma- lerisch sind, aber ihrer Intimität wegen nicht ver- öffentlicht wer- den können. Ich sehe das Kind wachsen, ich sehe es spielen, ich seheesleiden. Ich sehe es nackend und in seinen ver- schiedensten Be- kleidungen, in seiner Lieblings-
beschäftigung
und in seinem VerhaltniszuTier OTTO EHRHARDT, COSWIG und Mensch. Ich
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sehe es in seiner Umgebung [fu TERN und gewinne Einblick in die ۃۃۃ 7٦۲7 äußere Kultur, unter der das | Бо | S M Kind aufwächst.
Welch ein Spiegelbild un- serer Zeit, unseres Familien- lebens! Gleich wertvoll als Chronik zeitgenössischen Le- bens, als Erklärung merkwür- diger Charaktereigenschaften späterer Geschlechter, als Quelle oft reinsten künstlerischen Ge- nusses. Und eine Schöpfung dieser Art ist unpersönliche Leistung, die niemals ein Frem- der im Auftrag zu leisten ver- mag. Man vergleiche die üb- lichen Kinderbildchen, wie sie zumeist vom Photographen ge- macht werden, und auch nicht anders gemacht werden können. Sie sind wertlos gegenüber der oben geschilderten Schöpfung. Der PhotographisteinFremder, OTTO EHRHARDT, COSWIG und Kind und Mutter sind ihm Meißen | gegenüber befangen, zum mindesten reserviert. Niemals wird er beide in Situationen
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sehen, wie sie dem Vater vertraut sind, dem Fremden aber der Intimität wegen verborgen bleiben müssen. Und doch sind gerade diese so bezeichnend — und in jeder Hinsicht die eigentlich wertvollen, da sie die natürlichen und von Repräsentationen befreit sind.
Man neigt nun zu der Annahme, daß jeder Amateur, soweit er gleichzeitig Familie besitzt, zu allernáchst seinen Apparat, seine Kenntnisse und Fertigkeiten, diesem ihm. von Natur aus wertvollsten und vor allem vertrautesten Objekt zuwenden würde. Vielleicht ist es tatsachlich so, die reizvollsten Ergebnisse bleiben uns verborgen, weil sie für die Veröffentlichung zu intim sind. Vielleicht aber erkennen viele Amateure die ungewöhnlichen Schwierigkeiten wie manche Situationen sie bieten, und halten sie für photographisch unüberwindlich. Halten sie dafür, nicht alle sind es tatsächlich. Es kommen zunächst alle die Schwierigkeiten in Frage, wie einmal Aufnahmen im Zimmer, zweitens Gruppen insbesondere sie bieten. Beides setzt freilich eine Menge Kennt- nisse, eine Summe Erfahrungen und durch sie gewonnene Sicherheit voraus, ist also so ziemlich die Probe auf den Grad der Kenntnisse und der Sicherheit des Amateurs. Aber der Preis lohnt der Mühe, sich zu diesem Grad des Könnens durchgearbeitet zu haben. Betrachten wir zunächst Schwierigkeiten, wie sie die Aufnahme im Zimmer
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ОТТО EHRHARDT, COSWIG Dämmerung
als solche bietet. Ausgerüstet mit lichtstarkem Objektiv und empfindlicher Platte (nicht einmal Extrarapidplatte) liegen sie mehr in der geschickten Wahl des Lichts für das Objekt, das wohl hell, aber niemals hart beleuchtet sein darf, als in dem eigent- lichen Versagen der Mittel. |
Über diescheinbar notwendige Kürze der Belichtung zur Verhütung von Verwack- lungen herrschen meiner Ansicht nach übertriebene Befürchtungen. Ich habe bei Portrat- aufnahmen zu experimentellen Zwecken oft Belichtungszeiten von 50--120 Sekunden gewählt und gelernt, sie manchmal mit Bewußtheit anzuwenden. Menschen, die leicht einen gezwungenen Ausdruck annehmen, können ihn nicht lange so beibehalten. Das krampfhaft gezwungene Lächeln wird bald zum resignierten Ernst. Veranlaßt man kurz vor Schluß der Exposition noch ein kräftiges Beleben der Züge, so vermag das die be- reits eingegrabene Zeichnung nicht mehr total zu verändern, es ergibt all das zusammen wohl eine leichte Unschärfe (die oft sehr angenehm wirkt), aber einen Ausdruck, der weit entfernt ist von dem gewaltsamen zu Beginn der Belichtung, und als Zugabe eine vortrefflich ausgeglichene Belichtung, eine Feinheit und Richtigkeit der Tonabstu- fungen, mithin der Charakteristik, wie sie kurzen Expositionen selten eigen ist.. Bei Kindern, bei Gas ist dieses Verfahren freilich nicht anwendbar, aber auch hier habe ich oft 4, 6 und mehr Sekunden angewendet. In der Annahme, daß sie auf jeden Fall unscharf sind, weil man sich oftmals durch die Bewegung des Atmens, oder eine andere kurze Bewegung, täuschen ließ, die scheinbar veränderte, tatsächlich aber nur eine kurze Unterbrechung bedeutete, weil das Objekt wieder in die alte Stellung zurück- kehrte, machte ich 4, 6 und mehr Aufnahmen nacheinander, und zu meiner Über-
raschung waren manchmal alle oder die meisten vollkommen oder genügend scharf. Im übrigen ist die Unschärfe oftmals ein unvermeidlicher Kompromiß, möge es sich um einzelne Teile oder das Ganze handeln, und die Stellungnahme ihm gegenüber bleibe dem einzelnen überlassen. Ich weiß, daß viel des Hübschesten verloren wäre, wenn man solche Kompromisse rundweg ablehnen wollte.
Übrigens sind sie bei Einzelpersonen auch im Zimmer selten nötig, wohl aber bei der Gruppe, und gar häufig bei solchen mit Kindern in Situationen, wie sie unser Album zeigt. Aber das Resultat ist’s wert. Ich sehe im Gegensatz dazu Kinderauf- nahmen im Photographenkasten. Das Kind liegt gewöhnlich auf einem Fell oder sitzt in einer Stuhlecke. Es ist scharf, denn es ist in grellem Atelierlicht mit kurzer Expo- sition aufgenommen. Aber was sagt mir ein solches Bild? Kinder sehen sich so ähnlich, und wie dieses sah ich schon viele. Mein Album zeigt mir andere Möglichkeiten. Es zeigt mir oftmals nur eine schöne Bewegung des Kindes, im Dämmerlicht des Zimmers. Sonnenstrahlen streifen im Vordergrund seine Spielsachen, wie auf dem Kinderbilde Mathilde Weils, und dennoch ist das Wesen des Kindes viel besser gegeben durch die natürliche Bewegung allein als durch die scharfe Zeichnung seiner Formen in der Photo- graphenpose. Aber mein Album gibt ja nicht nur Bewegungen wieder, es zeigt ebenso das Kind in seinen Formen scharf gezeichnet, wie es aufrecht stehend zwischen die Sprossen seines Bettchens den Beschauer anlugt. Es zeigt scharf den prachtvollen Kinderkörper auf dem Arm der Mutter in der sonnigen lichtdurchfluteten Veranda. Und so weiter. Ich sehe das Kind mit seinen Spielkameraden in den verschiedensten Situationen, sehe es arbeiten, belausche es bei seinen Neigungen und seiner Lieblings-
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OTTO EHRHARDT, COSWIG Licht und Schatten
beschäftigung. Und immer wieder sehe ich gleichzeitig das Milieu, in dem es aufwächst. Ich verfolge seine Entwicklung bis zur Volljährigkeit, oder bis es selbst eine Familie gründet. Und auf diese Weise entstand (und entsteht vielleicht öfter) ein Werk, von dem ich zu Beginn des Aufsatzes behauptete, daß es eine unvergleichliche Quelle nach vielen Seiten hin ist. Eine Quelle für den Schöpfer und sein Geschlecht, aber auch oftmals ein Kunstwerk, das Interesse für die Allgemeinheit gewinnt. Otto Ewel.
Die neuen deutschen Farbenfilms. 7
Nachdruck verboten.
n einem Artikel hatten wir bereits die Eigenarten der N. P. G.-Farbenfilms sowie den Arbeitsgang mit diesem neuen Fabrikat geschildert. Inzwischen haben wir eine Reihe Aufnahmen angestellt, und wir wollennunmehr unserepraktischen Erfahrungen berichten. Wir haben hier als Träger der Bildschicht das Zelluloid, und diese Basis bringt sicher mancherlei Vorzüge mit sich, vorausgesetzt daß das Zelluloid von guter, schrammenfreier Qualität ist. Wir haben es hier mit keinem so leicht zerbrechlichen Material zu tun, auch gestaltet sich die Ausführung von Kopien der Aufnahme sehr leicht, ohne Benutzung einer Kamera oder sonstig eigene Apparate, sondern einfach mit dem üblichen Kopierrahmen unter Einlage einer Gelbscheibe. Auch der Modus, daß der Aufnahmefilm als Negativplatte verbleibt, nicht zum positiven Bilde in richtigen Farben direkt umgekehrt wird, sondern daß dieses auf besonderem Diapositivfilm im Kopierrahmen bei Tageslicht geschieht, ist sehr annehmbar. Man könnte einwenden, die Beurteilung des negativen Bildes in den komplementären Farben mache Schwierig- keiten, aber hiermit haben wir ja gar nicht zu rechnen; denn das Negativ wird wie bei allen anderen Dreifarbenrasterplatten entwickelt, und lediglich bei dieser Hervor- rufung wird die Erscheinung des Bildes beobachtet und die ganze Entwicklung ent- sprechend geleitet. Wir haben, was die Negativkontrolle betrifft, genau dieselbe Basis wie bei übrigen Rasterverfahren. Mit dem nachfolgenden Kopierprozeß der Ne- gativplatte wird man bald vertraut sein — schließlich verlangen natürlich alle Farben- verfahren etwas mehr photographische Gewandtheit und Erfahrung als die übliche Schwarzweißaufnahme — man kann nach Einarbeitung mit Leichtigkeit eine größere Anzahl Kopien gleichen oder nahe gleichen Wertes herstellen. Man wird auch selbst das komplementärfarbige Negativbild auf Exposition und Entwicklung abschätzen lernen. f Was nun zunächst das Einlegen des Films in die Kassetten betrifft, so hat die N.P.G. dazu, wie früher erwähnt, recht praktische Klapptaschen mit Gelbscheibe als vorderen Deckel. Damit der Film auch in Dunkelheit sicher in richtiger Lage in die Kassette kommt, ist eine Ecke des Films und eine Ecke der Gelbscheibe abgeschrägt. Man hat bei dem Beschicken der Tasche mit einem Film nur darauf zu achten, daß diese leicht fühlbaren abgeschrägten Ecken des Films und der Gelbscheibe aufeinanderzu- liegen kommen. Im übrigen ist es durchaus nicht Bedingung, in völliger Finsternis zu arbeiten. Man kann unbeschadet in einiger Entfernung von der roten Dunkelkammer- lampe hantieren, wenn man direkte Lichtstrahlen vermeidet, indem man der Lampe
den Rücken kehrt und im eigenen Schatten das Laden der Kassetten usw. vornimmt. Andererseits ist'hierbei etwa schádliches Reflexlicht von Flaschen in der Dunkelkammer usw. zu meiden.
In der Expositionsdauer des Negativfilms haben wir ähnliche Verhältnisse wie bei den bekannten bereits vorliegenden Dreifarbenrasterplatten. Die Fabrikanten geben eine 40 mal längere Belichtung an (Einschaltung der Gelbscheibe eingerechnet) als ge- wöhnliche Rapidplatten erfordern. Wir gebrauchten für eine Portrátaufnahme am Fenster bei heiterem Himmel (die Sonne war teilweise hinter leichten Wolken), am I2. Dezember 21/, Uhr, bei F: 7,5, бо Sekunden (40 Sekunden erwiesen sich noch nicht zureichend). Das würde für bessere Lichtverhältnisse und lichtstärkeres Objektiv ganz annehmbare Zahlen ergeben.
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OTTO EHRHARDT, COSWIG Nebel
Die Entwicklung des Negativfilms erfordert keine besonderen Beobachtungen, auch nicht in der Wahl des Entwicklers. Es wird von den Fabrikanten an erster Stelle das Rodinal empfohlen, aber auch andere, nicht zu hart arbeitende Hervorrufer können benutzt werden. Die erste Minute entwickle man in bedeckter Schale, also unter völligem Lichtabschluß. Nach dieser Zeit kann man das Erscheinen des Bildes und den weiteren Entwicklungsfortschritt in der Aufsicht, doch nicht allzu nahe der Laterne kontrollieren. Die Films liegen vollkommen flach in der Schale. In etwa 3 Minuten‘ (im ganzen) ist die Entwicklung beendet. Das Fixieren der Films in dem an- gegebenen sauren Fixierbad war nach längstens ro Minuten besorgt.
Nun weiter zum Positivprozeß. Auch hier ist wieder ‚um das richtige ARE liegen von Gelbscheibe, Negativ- und Positivfilm zu bewirken, nur darnach zu sehen,
daß alle Stücke mit der abgeschrägten Ecke zusammenfallen. Die Empfindlichkeit des Positivfilms ist vorteilhaft wesentlich geringer gestellt als die des Negativmaterials. Wir benötigten bei Entfernung von 2 m vom geschlossenen Doppelfenster im 4. Stock- werk аш 13. Dezember Io Uhr, bei heiterem Himmel, eine Exposition von durchschnitt- lich 20 Sekunden. Für Entwicklung und Fixieren gilt,das gleiche wie im Negativprozeß.
Das bei diesen Films vorhandene Rastersystem zeichnet sich durch große Transpa- renz und Gleichmäßigkeit der Farbfelderanlage aus, nur möchten wir in der Groß- fabrikation eine etwas sauberere, weniger fleckenhafte Präparation wünschen, was ja wohl in Erfüllung gehen dürfte; denn es ist zu bedenken, daß hier Erstlingswerke von durchaus nicht einfachen Betrieben vorliegen. Was nun die Rasterelemente anbelangt, so haben wir hier bekanntlich ein Kreuzraster. Die roten Streifen haben eine Breite von etwa 0,05 mm und laufen in Abständen von etwa 0,15 mm; die dazu im Winkel von 45° laufenden grünen und violetten Linien haben gleiche, bzw. etwas größere Breite. Wenn wir hier auch bedeutend größere Elemente wie bei den Autochrom- platten haben, so reichen doch diese Verhältnisse für die gewöhnliche Bilderbetrach- tungsweise immerhin vollkommen hin; anders natürlich bei Projektion in stärkerer Vergrößerung und naher Entfernung des Beschauers.
Es ist bedauerlich, daß die Films gerade zu einer Jahreszeit herausgekommen sind, wo die Tageslichtverhältnisse die denkbar schlechtesten sind und man in den Aufnahme- versuchen sehr beschränkt ist. Wir haben vornehmlich Studien an Porträt- und Interieuraufnahmen angestellt und haben hierbei konstatieren können, daß die Farben- wiedergabe ohne Zweifel sehr anzuerkennen ist. So waren u. a. bei unseren Porträts die Fleischtöne ganz ausgezeichnet wiedergegeben worden, ebenso die verschiedenen Tö- nungen zarter hellfarbener Kleidung. Sobald die Sonne sich wieder mehr zeigt, werden
wir in unseren Studien fortfahren.
P. Hanneke.
Zu unseren Bildern.
Wir eröffnen den neuen Jahrgang mit den Bildbeiträgen einer Persönlichkeit, die seit langem imMittelpunktkunstphotographischer Bestrebungensteht:OttoEhrhardt-Coswig. Eine so gereifte und abgeklärte Persönlichkeit wie die seinige bedarf nicht der Vermittelung unsererseits, um den Lesern verständlich zu sein. Seine künstlerischen Absichten sind ohne weiteres klar und jedem verständlich. In kluger Beschränkung auf sein spezielles Ge- biet: seine engere Heimat und sein Haus, befruchtet ihn dieses immer von neuem, laßt ihn bald die Wucht des Kontrastes zwischen breiten Schatten und Lichtmassen erleben, wie es auf der Gravüre gestaltet ist, bald die Größe aufragender Wolkenburgen emp-
finden und wiedergeben. Bald reizt ihn die kleine weiße Häuserschnur der fernen Stadt oder Dorf im Gegensatz zu den großen Eichen- riesen des Vordergrundes. Bald ist es der weiße Dunst, der die ganze Landschaft ein- hüllt und für diese Gegend so typisch ist. Immer aber ist das Gewollte erreicht. Die Technik ist das gefügige Instrument, das dem
künstlerischen Wollen mühelos zur Verfügung
steht. Und dieses macht Otto Ehrhardt zu der abgeklärten Persönlichkeit, die sie ist.
Vier der ganzseitigen Bilder haben andere den Lesern seit langem bekannte Persön- lichkeiten zu Urhebern, es sind: G.Midden- dorp - Hilversum, Helene Goude - Haag, Roberto Mosca-Chiavazza, und Robert
Mahr-Berlin. Auch diese Arbeiten bedürfen keines Kommentars. Sie alle bezeugen genug technische Sicherheit und Künstlerschaft, um allgemein zu interessieren. Sowohl durch die Art des Vorwurfs, als auch durch seine Ge-
staltung. Fast allen gemein ist die peinliche Sorgfalt und Sauberkeit der Technik, die besonders noch bei Mahr und Middendorp als hervorstechender Zug ihres Wesens an- genehm hervortritt. E.
Photographische Schattenrisse.
Von W. WEISSERMEL.
Eine ungemein reizvolle Beschäftigung für die trüben Wintertage ist die Herstellung von Schattenrissen, wie sie bei unseren Ur- großeltern so beliebt waren, auf photographi- schem Wege. Das Verfahren ist einfach, zu- mal man keiner besonderen Vorrichtungen bedarf. Das Instrumentarium besteht ledig- lich aus Apparat, einem weißen Laken und einer Blitzlichtlampe, an deren Stelle auch ein Teller oder ein Stück Blech treten kann. Ein wenig Geschmack ist allerdings vonnöten, besonders bei ganzen Figuren oder gar Gruppen. Die technische Seite des Verfah- rens ist im folgenden beschrieben.
Über den Rahmen einer Tür, die zwei Zimmer miteinander verbindet, wird ein weißes Laken od. dgl. gespannt und mit Reiß- nägeln befestigt, so daß es möglichst falten- los sitzt. Vor dieses Tuch stellt oder setzt man die zu photographierende Person mit dem Gesicht parallel zum Tuch. Der Apparat muß senkrecht in der Mitte davor stehen, so daß die Person sich zwischen dem Tuch und dem Apparat befindet. Man achte auf eine möglichst genaue Ausführung dieser Anord- nung. Denn eine geringe Verschiebung des Apparates nach der Seite oder eine kleine Drehung des Kopfes verkürzt und verändert schon das Profil im Bilde. Damit soll frei- lich nicht gesagt sein, daß man in einzelnen Fällen durch eine schwache Drehung des Kopfes nicht eine bessere Wirkung erzielen könnte. Das muß natürlich von Fall zu Fall der gute Geschmack entscheiden. Aber es darf nicht vergessen werden, daß schon durch ein kleines Zuviel oder Zuwenig das Markante des Profils leicht verloren geht. Und nur der Umriß des Kopfes kommt zur Geltung, nicht
Nachdruck verboten.
auch die Wangen-, Ohr- usw. Partien. Der Oberkörper dagegen darf nicht nach dem gleichen Prinzip gestellt werden. Er wirkt sonst zu schmal. Man muß ihn so weit nach dem Apparat zu drehen lassen, bis die not- wendige Breite in der Projektion erreicht ist. Damen mit voller Brust kann man aber auch ganz von der Seite aufnehmen. Die Wirkung der Stellung kann am besten auf der Matt- scheibe beurteilt werden. Man verdunkelt zu diesem Zweck das Aufnahmezimmer und zündet in dem Zimmer hinter dem weißen Tuch Licht an, so daß das Tuch hell er- leuchtet ist. Man kann so auch sehr bequem einstellen.
In dem anderen Zimmer, also demjenigen, das zur Aufnahme der Lichtquelle dient, stellt man — vorausgesetzt, daß eine Brustbild- silhouette gefertigt werden soll — in etwa 2 m Entfernung von dem weißen Vorhang eine Blitzlichtlampe oder einen Teller für das Blitzlicht auf. Die Höhe, in der die Blitz- lichtunterlage sich befinden muß, richtet sich danach, ob die zu photographierende Person steht oder sitzt. Die jedesmalige Brusthöhe gibt auch die rechte Höhe für das Blitzpulver an, die also zwischen ca. 80 cm und I3o cm variiert. |
Über die Mengen des Blitzpulvers, die zur Aufnahme erforderlich sind, lassen sich nur schwer genauere Angaben machen. Dabei ist die Art des Pulvers, die Entfernung der Licht- quelle von dem weißen Schirm, die Dichte des Schirmes u.a. m. zu berücksichtigen. Da es sich hier nur darum handelt, den Licht- schirm zu erhellen, alles andere aber, und vor allem die Person selbst, im Dunkel zu lassen, braucht man viel weniger Pulver als zu einer
gewöhnlichen Aufnahme. Ich nehme etwa den fünften Teil, möchte aber ausdrücklich bemerken, daß ich mich auf diese Zahl nicht festlegen kann. Sie ist für die Verhältnisse, unter denen ich arbeite, ermittelt, kann sich aber für andere Verhältnisse erheblich ändern. Man belichte eher zu kurz als zu lang. Denn auf dem Negativ soll das Porträt glasklar, der weiße Schirm dagegen ganz gedeckt er- scheinen. Andererseits nehme man auch wieder nicht zu wenig Pulver, sonst wird die Flamme zu klein und erhellt den Schirm nicht gleichmäßig. Man nimmt dann besser тейт Pulver und rückt die Lichtquelle weiter vom Schirm zurück.
Für die Aufnahme sei noch eine Anregung gegeben, deren Befolgung wesentlich zum Gelingen beiträgt. Als Aufnahmezimmer wähle man das am dunkelsten tapezierte und nehme Spiegel, Bilder usw. von der dem Lichtschirm gegentiberliegenden Wand ab. Ebenso müssen polierte Möbel und andere glänzende Gegenstände aus dem Lichtbereich gerückt werden. Mir ist ein Fall erinnerlich, wo sich auf dem Negativ gerade in der Ge- sichtspartie immer dunkle Flecken bildeten. Erst nach längerem Suchen entdeckte ich, daß die Glocke einer Hängelampe einen hellen Lichtschein auf die zu photographierende Person warf. Sobald die Glocke verdeckt war, funktionierte alles tadellos. Daß das Aufnahmezimmer während der Aufnahme verdunkelt werden muß, bedarf wohl nicht besonderer Erwähnung. Welche Blende man nimmt, richtet sich nach der Güte des Objek- tivs. Es ist immer vorteilhaft, die größte Blende, die noch genügende Schärfe gibt, zu verwenden. Denn, je kleiner die Blende wird, desto größer wird die Tiefenschärfe, und dann lauft man leicht Gefahr, daß sich die Struktur des weißen Tuches markiert.
Dem Charakter des endgültigen Bildes entsprechend, das nur reines Weiß neben tiefsten Farbton enthalten soll, muß man schon die Aufnahmeplatte wählen, muß weiter auch der Entwicklungs- und Kopier- prozeß geleitet werden. Am besten ver- wendet man die härter arbeitenden sog. photomechanischen Platten, beachte aber da-
bei, daß sie nicht so empfindlich sind wie die gewöhnlich verwendeten Platten. Sie be- sitzen wohl meist eine Empfindlichkeit von etwa 20—22° W. Sind sie nicht lichthoffrei präpariert, so werden sie mit rotgefärbtem Lack hintergossen. Ausgezeichnet hierfür und nebenbei sehr billig ist auch guter Asphaltlack. Der Lack wird mit Benzol oder Benzin stark verdünnt, so daß eine sehr leichtflüssige Masse entsteht. Hiervon gießt oder streicht man ein kleines Quantum auf die Rückseite der Platte und laßt trocknen, was in wenigen Sekunden geschieht. Es bleibt eine dünne, schwachbraun gefärbte Schicht zurück, die gegen Lichthof vorzüglich schützt, beim Entwickeln, weil durchsichtig, nicht stört, und sich leicht abwischen laßt. Dieser Hinterguß ist — nebenbei bemerkt — auch für farbenempfindliche Platten vorzüglich. Der Schutz gegen Lichthof ist durchaus nötig; die Ränder des Bildes verschleiern sonst un- fehlbar.
Als Entwickler ist natürlich ein hart und klar arbeitender zu verwenden. Aın besten Hydrochinon mit Pottasche und reichlichem Bromkalizusatz. Rezepte dazu findet man wohl meist in den Plattenschachteln. Gut ist folgendes:
150 ccm. Wasser,
7g Natriumsulfit (krist.), rg Hydrochinon, 8g Pottasche.
Dazu kommt I ccm ro proz. Bromkalilósung, also etwa 12—15 Tropfen. Der Entwickler soll etwa 15° haben. Ist er zu warm, so schleiert er, bei то? hört die Entwicklungs- fahigkeit auf. Entwickelt wird so lange als möglich. So wie sich aber, sei es infolge Über- lichtung, sei es durch zu warmen Entwickler oder aus sonst einem Grunde die weißen Stellen zu belegen beginnen, muß die Ent- wicklung abgebrochen werden. Ist das fertige Negativ dann nicht kräftig genug, so kann es, sofern die Schatten glasklar sind, nach einer der bekannten Methoden verstärkt werden. Sind die Schatten nicht klar, so muß der Belag erst durch Blutlaugensalz ab- geschwächt werden. (Schluß folgt.)
Kleine Mitteilungen.
Schneelandschaften mit Gelbscheibe.
К. Delap erwähnt in „Photography“, daß für die Aufnahme von Winter-Alpenland- schaften immer noch selten die Gelbscheibe in Anwendung tritt und daß daher die Mehr- zahl der Bilder sehr wenig Details im Schnee aufweist, ein rein weißer Himmel läuft mit den Gletscherpartien in eins zusammen.
Die große Schwierigkeit, nämlich genü- gende Ausexposition des Vordergrundes bei Gebrauch der Gelbscheibe, fällt bei Schnee- landschaften fort, denn der Schnee bringt auch hier eine so hohe aktinische Wirkung, daß die ganze Tonskala des Bildes gekürzt wird und die Exposition für den Vordergrund annähernd auch für den Wolkenhimmel zu- trifft.
Es ist im allgemeinen nicht möglich, Mo- mentaufnahmen mit einer verhältnismäßig kleinen Blende und einer dunklen Gelbscheibe zu machen, aber die äußerst klare Atmo- sphäre der Alpenregion, das durch und durch starke Licht mit dem großen Zuschlag des vom Schnee reflektierten Lichts, machen die Sache ausführbar. Delap fand, daß mit einer Farbenplatte von etwa 200 Watkins und einer Gelbscheibe für vierfache Exposition, bei Öffnung Е : II, eine Exposition von 1); Se- kunde oft ausreichend war, und zwar bei Sonnenschein und Benutzung eines Fokal- schlitzverschlusses. Bei BlendenverschluB gebrauchte Delap bei F : 8 die gleiche Ex- position.
Arbeitet man mit Objektiven größerer Öff- nung, so ist auf gute passende Qualität der Gelbscheibe besonderes Gewicht zu legen, namentlich wenn mit kleinen Plattenfor- maten gearbeitet wird und die Bilder nach- traglich vergrößert werden sollen.
Zu den neuen Farbenfilms der N.P.G.
Dr. W. Scheffer hat die Schichten- präparationen der N.P.G.-Films näher unter- sucht und diesbezüglich in der ,,Phot. Rund- schau‘ einige interessante Daten veröffent- licht. Die Zelluloidunterlage hat an und für sich eine Dicke von 0,13 mm, der Raster selbst
Nachdruck verboten.
mißt 0,005 mm, die Schutzschicht (zwischen Raster und Emulsion) hat das gleiche Maß und die Emulsionsschicht 0,02 mm.
Die Rasterperiode hat hier fast die Figur eines Rechtecks, dessen eine Seite 0, II mm und dessen andere Seite 0,15 mm lang ist. Die Periode enthält ein rotes Band in Form eines Rechtecks, dazu ein blaues und grünes Trapez gleicher Größe und ein blaues und grünes Drei- eck gleicher Größe.
Jeder Punkt des Negativrasters wird auf dem Positivraster als Zerstreuungskreis ab- gebildet, natürlich ebenso die Bildpunkte in der Emulsionsschicht auf dem Positiv. Bei einem halben Öffnungswinkel von etwa 30° wird jeder Punkt des Negativrasters auf dem Positivraster als genügend großer Zerstreu- ungskreis abgebildet. Das Auflegen von Seidenpapier beim Kopieren hat den Zweck, daß Büschel von genügender Öffnung bein Kopieren entstehen. — Wird mit Büscheln enger Öffnung, etwa mit direktem Sonnenlicht ohne Seidenpapier kopiert, so ergibt sich eine entsprechend schärfere Projektion des Nega- tivrasters auf den Positivraster. Es resultiert daraus im Positiv eine unerwünschte Weiß- lichkeit.
Schnellkopien.
„British Journal“ bringt jetzt zeitgemäß einige praktische Hinweise für die schnelle Anfertigung von Kopien. Der oft empfohlene Weg des Kontaktdrucks nach kurzer Ab- spülung des Negativs gibt selten gute Resul- tate. Die Einschaltung eines dünnen Zellu- loidblattes zwischen Negativ und Kopier- papier ist schon eine kleine Besserung, doch bleibt eine Gefahr der Negativverletzung bei beiden Methoden bestehen, denn mit dem Zelluloid ist es schwierig, ein gleichmäßiges Anliegen zu erzielen. Vorteilhafter ist der Modus, den Bromsilberdruck in einer Kamera, wie sie zu Tageslichtvergrößerungen und Reproduktionen benutzt wird, herzustellen. Das Negativ benötigt nur eine kurze Wässe- rung, sagen wir 2 Minuten; die Feuchtigkeit wird abgedrückt und die Glasrückseite ge-
putzt. Man kann auch mit einem Projek- tionsapparat arbeiten, aber man hat hier bei dem Gebrauch eines Apparates mit Kon- densor das Risiko, daß die Hitze verderblich auf die feuchte Gelatineschicht wirken könnte.
Eine sehr schnelle und sparsame Methode der Herstellung von Medaillonbildern bildet ebenso die direkte Verkleinerung vom Origi- nalnegativ auf Bromsilberpapier; in Qualität sind die Bilder weicher und besser, als wenn Kopien von verkleinerten Negativen genom- men werden. Empfehlenswert ist hierzu das Bromsilberpapier mit glänzender Oberfläche; eventuell können die Bilder nachträglich sepia getont werden.
Entwickler in Pulverform.
Н.а Osmond gibt in ,,Photo-Gazette" Nr. I eine Anleitung für die Herstellung von trockenen Pulvergemischen, um auf Reisen sich mit Leichtigkeit die Entwicklerlösungen selbst ansetzen zu können. Es ist ja richtig, daß man solche Präparate als Patronen überall auch käuflich haben kann, aber manchen mag die eigene Anfertigung interes- sieren, zumal er so seinen gewohnten Ent- wickler mit sich führen kann; außerdem hat ınan die Gewißheit frischer Ware.
D’Osmond empfiehlt insbesondere fol- gende von ihm erprobte Vorschriften, nach denen sich leicht auch weitere Kombinationen zusammenstellen lassen:
т. Hydrochinon-Metol-Ent- wickler:
Misch. I.
Hydrochinon I2g Metol . 6 ,, Kaliummetabisulfit . 2 5 Misch. II. Natriumsulfit, wasserfrei . 35g Pottasche, getrocknet . 90 ,, Bromkali I.
Man nimmt тр von Mischung I und 7g von Mischung II. In eine Glastube von ausreichender Größe bringt man zunächst die Mischung II, darüber einen dichten Watte- bausch und darauf die Mischung I. Das Glas wird mit einem Korken verschlossen. Um den Inhalt vor Einwirkung der Luft zu schützen, paraffiniert man das verkorkte Ende der Tube, indem man dieses kurze Zeit in ge- schmolzenem Paraffin einhält.
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Für den Gebrauch wird der Inhalt der Tube in 150 bis 200 ccm Wasser gelöst.
2. Brenzkatechin-Entwick- ler:
I. Brenzkatechin . 82 II. Natriumsulfit, wasserfrei 20,, Pottasche, getrockn. . 60 ,,
Man wägt von Mischung I ıg und von Mischung II тор ab und verfährt weiter wie oben beschrieben. Die Lösung geschieht іп 150 ccm Wasser.
3. Glycinentwickler:
Glycin X" 5g Natriumsulfit, wasserfrei 75; Soda, wasserfrei . 28 ,,
Diese Vorschrift schätzt d O s m o n d be- sonders; die Mischung soll sich in einer gelben Flasche 6 Monate ohne Veränderung halten. Die angegebene Menge wird in !, Liter Wasser gelöst. Wünscht man kleinere Quan- titäten, so nimmt man entsprechend weniger.
Zur Praxis des Glasschneidens.
„British Journal Nr. 2640 teilt zur Praxis des Glasschneidens mit, daß drei ver- schiedene Qualitäten von Diamanten ver- kauft werden: Plattendiamanten für dicke Glasplatten, Scheibendiamanten für starke Glasscheiben, wie solche auch der Glaser be- nutzt, und Krondiamanten für dünne Glas- scheiben, wie sie auch bei unseren photogra- phischen Platten vorliegen. Der Krondiamant ist für die allgemeinen Zwecke vollkommen ausreichend, sein Preis variiert je nach der bestehenden Größe des Steines, unabhängig von seiner Qualität, da hier nur die Schneide- eigenschaft in Betracht kommt.
Der einzige Ersatz für die Glasschneide- diamanten ist das billige Glasschneiderad, welches für den Photographen ebenfalls brauchbar ist; das Rad ist jedoch weder für sehr dünne Gläser, noch für sehr dicke Platten verwendbar, sondern nur für gewóhn- liche Glasscheiben. In zweierlei Hinsicht mag das Rad vielleicht von dem Photo- graphen vorzuziehen sein: Erstens ist es für das Schneiden von Trockenplatten im Dunk- len, wie es bisweilen erforderlich wird, leichter als der Diamant zu handhaben, und zweitens eignet es sich besser zum Schneiden von
altem Glas. Glas, welches alt ist und von geringer Qualität, wird sich nicht so leicht mit dem Diamanten schneiden lassen, d. h. es wird nicht längs der Schnittlinie brechen. Das wird mit dem Rad kaum vorkommen, vorausgesetzt, daß das Instrument scharf und in Ordnung ist. Das Schärfen des Rades ist eine ganz einfache Operation, wenn es auch infolge der Härte des Stahls etwas Zeit be- ansprucht.
Im Gebrauch ist das Rad stärker als der Diamant anzudrücken, was gewisse Vorsicht bedingt. Wenn das Rad von guter Beschaffen- heit ist, wird die Reißlinie nicht aussplittern. Ein mangelhaftes Rad dagegen, besonders wenn es dick ist, wird feine Splitter geben, worauf in der Dunkelkammer zu achten ist. Ein mangelhafter Diamant oder schlechte Führung des Diamanten wird im übrigen den gleichen Übelstand zeigen.
Literatur.
Schmidts Notiz- und Merkbuch für Photo- graphierende, Verlag von Gustav Schmidt, Berlin (Preis geb. ı M.). — Ein recht nützliches Büchlein in einem gefälligen Taschenband, welches eine Fülle von praktischen Winken und Tabellen, insbesondere für den Kamera- und Objektivgebrauch, sowie für die Aufnahme im allgemeinen bringt. Von dem reichen Inhalt seien hier nur folgende Titel erwähnt: Bestim- mung der Exposition bei Aufnahmen ver- schiedensten Genres, Geschwindigkeit der Mo- mentverschlüsse, Kontrolle derselben, die ver- schiedenen Blendensysteme, Lichtverlust bei Objektiven, Wahl der Brennweite und Bild- einstellung, Porträtaufnahmen, Objektiveigen- schaften, Einstellung des Apparates bei Ver- kleinerungen und Vergrößerungen, bei Projek- tionen, die Objektivfehler, Schärfentiefe, Per- spektive, Zusammenstellung der verschiedenen Objektivtypen und ihre Eigenschaften, Platten- empfindlichkeiten, Bhtzlichtaufnahmen, Winke fur Anfanger in der Handhabung des Appa- rates usw. Daran schließen sich Blatter zur Eintragung von Aufnahmen mit ihren speziellen Daten; eine solche Anlage eines Negativ- registers ist namentlich Anfängern warm zu empfehlen; es gewährt ihnen einen Überblick der erzielten Negativresultate unter den ver- schiedensten Aufnahmeverhältnissen und gibt Anregung zu Vergleichen und Fehlervermeidun- gen. Für einen äußerst billigen Preis liegt hier ein ganz vortreffliches Vademekum für alle Photographierende vor. P. H.
Deutscher Camera Almanach 1911, Jahrbuch für die Photographie unserer Zeit, begründet
von Fritz Loescher, herausgegeben von Otto Ewel. Mit 146 Bildreproduktionen. Verlag Gustav Schmidt, Berlin (in Büttenumschlag М. 4.50, in Leinenband М. 5.50). — Zu Januar gelangt der neue Almanachband zur Ausgabe, der uns wiederum recht wertvolle Beiträge in Wort und Bild aufweist. Der Herausgeber hat dem Buche folgende einleitenden Worte gegeben: „Zum siebenten Male tritt der Almanach vor seine alten und neuen Freunde, um ihnen mit- zuteilen, was Bedeutsames auf photographischem Gebiet im Laufe des Jahres an die Oberfläche getreten ist. Die Ziele des Buches sind schon wiederholt dargelegt worden, sie haben sich auch im letzten Jahre nicht gewandelt. Bestes Vergleichs- Material, Verbreitung praktisch wissenswerter Kenntnisse und mannigíaltige Anregung denen, die in der Bescháftigung der Photographie ein wertvolles, sich und andere bereicherndes Mittel sehen, sind auch diesmal für die Zusammenstellung des Buches bestimmend gewesen. Mehr denn je legte ich Wert darauf. die Photographie in ihren mannigfachen AuBe- rungen den Lesern zu vermitteln. Ich war ferner bemüht, zu veranlassen, daf) umstrittene Punkte ästhetischen und wissenschaftlich-tech- nischen Gebietes erórtert und somit einiges zu ihrer Klärung beigetragen wurde“. — Von den Originalaufsátzen des Bandes seien die nach- stehenden herausgehoben: Albien, Das Problem der Ähnlichkeit in der Photographie; Karl Kaiserling, Der gegenwärtige Stand der Farbenphotographie; Warstat, DieStimmungs- werte im photographischen Bilde; Hugo Er- furth, Schärfe und Unschärfe in der Photo-
ne dem. che
graphie; Quedenfeldt, Naturdenkmalpflege ; Otto Ehrhardt, Photographie auf Reisen; Kuhfahl, Botanische Naturstudien ; Hilbert, Die Kamera in der Naturwissenschaft; Bande-
Fragen und
Bitie um Angabe eines Lacks für Wasser- dichtung, um Schalen größeren Formats aus Pappe herzustellen (für Entwicklung usw.). — (R. W.)
Lacke gewünschter Art liefert u. a. die Lack- fabrik C. F. Heyde, Berlin. Die Selbstfertigung von größeren Pappschalen dürfte jedoch wenig empfehlenswert sein. Rentabler wären einfach gezimmerte flache Holzkästen, welche mit Pa- raffin oder Mischungen von Paraffin und As- phaltlack ausgegossen werden.
Sind die Anastigmate x y z, was Leistungs- fähigkeit betrifft, gleich zu achten? — (L.)
Alle drei genannten Anastigmate sind ешр- fehlenswerte Instrumente, ohne indessen in ihren Werten gleichartig zu sein. Nicht allein,
low, Ebene und Fernwirkung ; W. Köhler, Fern- aufnahmen in der Tierphotographie; Mente, Nachtmomentaufnahmen ;Neubronner, Brief- taubenphotographie.
Antworten.
daß die Objektive in Lichtstärke variieren, son- dern auch ип Bausystem. Sie stellen hier зут- metrische und unsymmetrische Systeme u. a. zusammen. Über die speziellen Eigenschaften der einzelnen Systeme finden Sie u. a. in dem „Photographischen Hilfsbuch“ von Hans Schmidt, I. Teil, Seite 44, 48 u. f. vortreffliche Unterrichtung. — Für die angezeigten Auf- nahmezwecke eignen sich im übrigen alle drei angeführten Fabrikate gut.
Jahrg. 1909. 5. 76, ist eine neue Vorschrift für den Uvanverstarker, bei der Uranylnitrat zu verwenden ist. Ist diese Verbindung identisch mit Urannitrai? — (А. В. T.)
Ja, beide Bezeichnungen sind für die Ver- bindung UO,(NO,), + бада gebräuchlich.
Patentnachrichten.
Anmeldungen. 5. Dezember 1910: 57a. D. 22 624. Verschluß für photographische Ob- jektive, Friedrich Deckel, München, Mo- zartstr. 17. 18. 12. ОО. 8. Dezember 1910: 57b. С. 16727. Verfahren zur Herstellung licht- empfindlicher, auskopierbarer und entwickel- barer photographischer Halogen-Silberschich- ten. William Hay Caldwell, Mallaig, Schottl. 27. 4. 08. 12. Dezember 1910: 57c. S. 30 760. Saugvorrichtung zum Entwässern von Kinematographenfilms. The Selig Po- lyscope Company, Chicago-Illinois; Vertr. $. Е. Fels, Pat.-Anw., Berlin SW бт. 41. 1. 10. 574. Е. 30090. Verfahren zur photomechanischen Herstellung von Druckformen, bei denen die durch Entwicklung ausgewaschenen Stellen einer belichteten Chromatschicht drucken. Rudolf Fritsche, Dresden-A., Rabener- straße 6. то. 6. 10.
15. Dezember 1010:
57a. С. 19736. Vorrichtung zum absatzweisen Fortschalten des Bildbandes in kinematogra- phischen Apparaten mittels eines gegen das Band stoBweise wirkenden Schlägers. Chri- stian Peter Christensen, Kopenhagen. 26. 8. 10.
57a. Z. 6703. Verfahren zur Herstellung und Vor- führung kinematographischer Bildbänder. Ernesto Zollinger, Turin. 8. 3. 10.
57b. N. 10651. Verfahren zur Herstellung helio- gravürähnlicher Pigmentbilder. Neue Pha- tographische Gesellschaft, Akt. - Ges., Steglitz bei Berlin. IO. 5. оо.
Erteilungen.
57a. 229 551. Kinematograph mit zwangläufiger Verbindung zwischen der Vorrichtung zum Einstellen des Filmbandes im Belichtungs- fenster und derjenigen zum entsprechenden Verstellen der Blende. Seischab & Co., Nürnberg. 11. 12. 09. S. 30 385.
Für die Redaktion verantwortlich: P. Hanneke in Berlin. Verlag von Gustav Schmidt (vorm. Robert Oppenheim), Berlin. — Druck der Spamerschen Buchdryckerei, Leipzig.
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Verzeichnung und deren Beseitigung. | Von Dr. H. HARTING. Nachdruck verboten.
uch in der Photographie, insbesondere in der photographischen Optik, gibt es eine А Reihe von Fragen, die man, den sommerlichen Seeschlangen gleich, in schier regel- mäßiger Wiederkehr im Briefkasten der verehrlichen Redaktionen aller Fachblätter auftauchen sieht. Zu diesen Fragen, deren unablässige Beantwortung einen gewissen Gleichmut bei dem Briefkastenredakteur voraussetzt, gehört 2. B. die nach dem-Unter- schied zwischen Anastigmat und Astigmat, oder die :,,Sind verkittete oder unverkittete Objektive lichtstárker?'', nicht zu vergessen der beliebten Rätselspiele über Tiefe und Grad der Abblendung. Aus anderen Anfragen geht hervor, daß die glücklichen Besitzer von. symmetrischen Doppelanastigmaten usw. lebhafte Besorgnis für die richtige Wiedergabe gerader Linien am Rande der photographischen Platte hegen; denn es sei ihnen ausdrücklich gesagt worden, daß nur unsymmetrische Objektive streng der Bedingung völliger Orthoskopie genügen könnten. Jedermann kann diese Beunruhigung verstehen. Allerdings hätte sie auf ein erheblich geringeres Maß zurückgeführt werden können, wenn sich die Betreffenden der Mühe unterzogen hätten, eine Fläche, deren Konturen oder Einzelheiten mit | ‚ einem Lineale genau nachgemessen werden können, 2. В. eine Back- steinwand, auf der Mattscheibe et- was eingehender zu betrachten und daran die Richtigkeit jener Be- hauptung selbst zu erproben. Es ist nun in der Tat nicht
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schwer, sich darüber Rechenschaft zu geben, was man den allgemein beliebten symmetrischen Anastig- maten in bezug auf Korrektion der Verzeichnung zutrauen darf, und wie weit sie hierin hinter einem be- sonders gebauten unsymmetrischen Objektive zurückstehen. Daß- ich dabei ein klein wenig ausholen muß, versteht und verzeiht der geneigte Leser; denn dafür sind wir ja in dem Kapitel Linsenoptik.' Es soll aber nicht zu weit ausgeholt werden. ` ` Über den Begriff der Verzeich-
۰ D D dp F: Kee: iy SS Gs E Ab 4 a 509” ж! nung oder Distortion und der Frei- 7ھ Eg e, ai : : 2 EE ra ср سس مس ھی کی heit von Verzeichnung, d.h. Ortho- === р Rn ин сон, wis SOR ات skopie herrscht keine Unklarheit. OSKAR LENHART. GRAZ ` - ` - 2 Nehmen wir ап, daß die bekannte Hofdurchblick im Landhause zu Graz Gleiche Größe 15. I. тотт. Photogr. Mitteilungen. Jahrg. 48. 3
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Lochkamera mathema- tisch scharfe Bilder er- zeuge, so haben wir hier den Fall vollkommener Verzeichnungsfreiheit. Das ganze Bild ist bis in seine kleinsten Teil- chen dem Objekt ähn- lich, oder, wie wir auch sagen können, der Maß- stab der Abbildung ist über das ganze Bildfeld derselbe. Stellen wir nun eine Sammellinse vor die Lochkamera, so können wir durch Vergrößerung der Öffnung die Hellig- keit erheblich steigern. Wir wissen aber auch, daß sich gleichzeitig eine Reihe von Fehlern be- merkbar macht, die nur durch einen mehr oder weniger verwickelten Bau des Objektives, je و جو х шоо, | nachdenAnsprüchen,die 5 — ы. تج ™ wir an das Bild stellen,
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zu beseitigen sind. Zu diesen Fehlern gehört auch der Mangel an Ähnlichkeit zwischen Bild und Objekt, der bei der Verwendung: einer einfachen Sammellinse deutlich zutage tritt: gerade Linien erscheinen gewölbt, und zwar um so stärker, je weiter sie vom Mittelpunkte der Platte abliegen. Wenn man trotzdem die Monokellinse als Objektiv gebrauchen kann, so hat dies einen zwei- fachen Grund, nämlich einmal die Beschränkung bei der Auswahl der Aufnahmegegen- stände auf solche, die die gefährlichen geraden Linien möglichst unauffällig zeigen, dann die Wahl eines kleinen Bildwinkels und entsprechend einer großen Brennweite, wie sie schon durch das Auftreten der anderen optischen Fehler geboten ist.
Sieht man aber hiervon ab, so bleibt nichts anderes übrig, als nach Ermittlung der Ursache dieses die Bildschönheit so außerordentlich beeinträchtigenden Fehlers die Bedingung seiner Korrektion aufzustellen. Auch darin halten wir uns an das Beispiel der Lochkamera, daß wir von einer großen Objektivöffnung absehen und uns auf einen sehr kleinen Durchmesser der Blende beschränken, der einen einzelnen Strahl, den soge-
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nannten Hauptstrahl, herausschneiden soll. Dann ist der Verlauf dieses Hauptstrahles ohne weiteres gegeben. Gehen wir von einem Objektive mit Mittelblende aus — dies ist der weitaus häufigste Fall — so verläuft er, wie Fig. I zeigt, zwischen den beiden Linsenhalften L, und L, unter Kreuzung der optischen Achse im Blendenmittelpunkte. In beiden wird er gebrochen und aus seiner ursprünglichen Richtung abgelenkt. Im Ob- jektraume trifft er die Ebene, auf die scharf eingestellt wurde, die Einstellungsebene (E.—E.), im Objektpunkte, im Bildraume die Mattscheibenebene (М.— Е.) im zuge- hörigen Bildpunkte. Im ersteren, also im Objektraume, scheint er nicht vom Blenden- mittelpunkte, sondern von dem Zentrum der Eintrittspupille (F.
Р.) herzukommen, und entsprechend im Bildraume von dem Zentrum der Austrittspupille (А.--Р.). Ideale Verhältnisse vorausgesetzt, auf deren Verwirklichung wir noch eingehen werden, scheint sich also die Gesamtheit aller Hauptstrahlen entsprechend der Ausdehnung des Objektes in diesen beiden Pupillenmitten zu schneiden.
Fig. 1 Fig. 2
Fig. 2 stellt zwei dieser Hauptstrahlen dar. Aus ihr läßt sich nun sofort mit Hilfe elementarer Trigonometrie die Bedingung für das Fehlen der Verzeichnung aufstellen. Ist y die Objekt-, у die Bildgröße, so ist das Verhältnis у: у der Maßstab der Ab- bildung mittels der zugehörigen Hauptstrahlen, auch Reduktionsmaßstab genannt. Die Konstanz dieses Verhältnisses zz über das ganze Bildfeld, also Unabhängigkeit von dem Neigungswinkel des Hauptstrahles gegen die Achse, ist dann die Bedingung für die Orthoskopie, d. h. y:y = m. Uber diese Gleichung können wir erst dann näheres aussagen, wenn wir sie durch Einführung der Entfernungen der Eintrittspupille von der Einstellungsebene und der Austrittspupille von der Mattscheibenebene a und a’, sowie дег Neigungswinkel o und ау des Hauptstrahles gegen die Achse im Objekt- und Bildraume umgestalten. Sie geht dann nämlich in die Bedingungsgleichung über: atgw:a’igw = m. In dieser Form gibt sie uns den Schlüssel zur Lösung aller Fragen, insbesondere des Verhaltens der symmetrischen Objektive, auf das wir zuerst eingehen wollen.
Aus der Symmetrie des Baues derartiger Systeme folgt nämlich ohne weiteres die Symmetrie des Strahlenganges vor und hinter dem Objektive und damit die Überein- stimmung der Neigungswinkel jedes Hauptstrahles vor der Brechung an der ersten und nach der Brechung ап der letzten Fläche, d. В. о = о). Somit wird der Quotient ір w:tg о) Eins, und unsere Bedingungsgleichung geht über in a:a =m. Das heißt
also: Die Entfernungen der Einstellungs- und der Mattscheibenebene von den zuge- hörigen Pupillenmitten müssen über das ganze Bildfeld des symmetrischen Objektives | I in konstantem Verhältnis stehen; dann herrscht Verzeichnungsfreiheit für diese Lage ра von Objekt und Bild. Kann dieser Fall nun wirklich eintreten? Die Antwort lautet: | ja, und zwar dann, wenn Objekt und Bild gleichfalls symmetrisch zum Objektive liegen, | das heißt, wenn Objekt und Bild gleich groß sind, die Abbildung in natürlicher К | E Größe (m = I) vor sich geht. Diesen Vorzug der strengen Orthoskopie in diesem Bu | einen, allerdings für den Amateur nur recht selten in Betracht kommenden Fall teilen u sämtlichesymmetrische Ob- | jektiven miteinander. | | | Ganz anders liegt die - Sache freilich, wenn wir den Durchschnittsfall der Ama-
|
|
| іг teuraufnahmen betrachten, ae | | bei dem nämlich das Bild AM IB sehr stark verkleinert ist. | 2 | | Selbstverständlich ist auch 21 S dann immer noch bei den ا | 1 symmetrischen Objektiven Na" | dÉ ш = о), aber nun tritt eine کت | | rechtunerwünschte Erschei- < Эс | | | nung in den ires unserer US n Betrachtungen. Wir hatten 2 95 5 gesehen, daß sich sämtliche ev | E Hauptstrahlen im Blenden- чу | 1 mittelpunkte schneiden. Es P | ist bekannt, daf) ein von c x 1 E einem Punkte ausfahrendes Ч du Ж | Strahlenbüschel an einer an x | Linse im allgemeinen nicht
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so gebrochen wird, daß seine einzelnen Strahlen nach der Brechung wieder nach
einem Punkte zielen. Diese Erscheinung dersphärischen Aberration zeigt sich auch hier und bewirkt, daß die Schnittpunkte der einzel- nen, verschieden geneigten ^ Hauptstrahlen mit der W. LORENZ, ERFURT Achse, nämlich die Mitten Markt in Erfurt 8x13 der beiden Pupillen, nicht
ihren Platz auf der Achse un- abhängig von den Winkeln undo” beibehalten, sondern ihn verändern. Dies nennt man die sphärische Aberration der Pupillen. Diese Schwankung ist, soweit das symmetrische Objektiv in Frage kommt, für die Eintritts- und Austritts- pupille dieselbe, wiederum we- gen des symmetrischen Strah- lenganges. Aber sie ändert nun nicht mehr die Abstände a und a’ in prozentual gleicher Weise, wie bei jenem ersten Spezialfalle, sondern bewirkt, daß das Verhältnis а: a’ einen von m entsprechend der Nei- gung des Hauptstrahles o ver- schiedenen Wert annimmt. Dies ist jedoch identisch mit Verzeichnung, so daß wir also doch [feststellen müssen, daß die symmetrischen Objektive in allen den Fällen verzeichnen, wenn der Abbildungsmaßstab größer oder kleiner als Eins ist, also unter тооо Fällen 999 mal.
Aber auch hier keine Regel ohne Ausnahme. Ebenso wie wir den als sphärische Aber- ration schlechthin bekannten Fehler bei den modernen Ob-
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MAX MAY, HAMBURG Aus Lübeck ` Kohle 13x22
jektiven beseitigen und beseitigen müssen, um Bildschärfe zu bekommen, ebenso können wir es auch für eine bestimmte Lage von Objekt und Bild dahin bringën, daß die Pupillen- mitten nicht wandern, sondern an ihrem Platze bleiben. Damit entfällt dann sofort die Beeinflussung der Entfernungen a und a’, und deren Verhältnis bleibt über dasganze Bild- feld konstant, d. h. Verzeichnungsfreiheit für diesen Fall. Der Korrektion symme- trischer Objektive nach dieser Richtung steht nun in der Tat nichts im Wege, und man
hat auch schon solche Systeme für Photogrammetrie — hier kommt es aufgrößte Ähnlich-
keit von Objekt und Bild an — herausgebracht. Sie waren für zwei Abbildungsmaßstäbe,
nämlich natürliche Größe und sehr starke Verkleinerung, auf Verzeichnung korrigiert,
21
und dementsprechend waren sie auch für alle anderen Lagen von Objekt und Bild so gut wie verzeich- nungsfrei. Aberleider hat auch diese Rose einen recht empfind- lich stechenden Dorn. Ein solches symme- trisches Objektiv ist nämlich für zwei Punkte sphärisch korrigiert, einmal für den eigentlichen Ob- jektpunkt,dessen Bild auf der Mattscheibe erscheint, dann noch für diePupillenmitten. Dies ist aber nur
$. URFF, HANAU Blick auf den ,,Rómer'' (Frankfurt) Gleiche Größe
möglich, wenn man eine andere, sehr wichtige Bedingung für die Bildgüte opfert, die sogenannte Sinus- bedingung, deren Erfüllung die Strahlenvereinigung auch außerhalb der Achse garantiert. Daß sich diese mit der sphärischen Korrektur für zwei Achsenpunkte nicht verträgt, läßt sich streng beweisen. Besonders erschwerend wirkt, daß die Sinus- bedingung um so strenger erfüllt sein muß, je lichtstärker das Objektiv ist. Und so er-
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Objekte ein unsymmetrisches Objektiv theoretisch verzeichnungsfrei gemacht, so wie
| : klärt sich nun die Tatsache, daß symmetrische Objektive im allgemeinen um so mehr Мин ! | verzeichnen, je größer ihr Öffnungsverhältnis ist; denn um so weniger vollkommen айх ! x ist die sphärische Korrektur der Pupillenmitten. КЄ TM Glücklicherweise sind aber diese Fehler gegen die Orthoskopie für die Praxis uner- PORE : | heblich, oder richtiger: die symmetrischen Objektive, bei denen die Verzeichnung stö- kw | | | rend einwirken könnte, sind überhaupt nicht іп den Handel gekommen. Im allgemeinen Nm | kann ja dieser Fehler nicht stark anwachsen ; denn er ist, wie wir sahen, für Abbildung Ж Эй ! ! in natürlicher Größe streng gehoben. Die beunruhigten Besitzer der symmetrischen ЕСЕ | | Doppelanastigmate usw. können sich also wirklich überzeugt halten, daß ihre Objek- 5 St | tive лал ың und zwar auch pe schärferen Auorderungen als sie die Amateur- Ке { | photographie zu ژ8 pflegt, سو ئا sind. mE | APA T Anders verhalten sich die unsy m metrischen Objektive. Hier sind wir an die |o | | Identität o = o” nicht mehr gebunden und können nun die spharische Aberration der 2. | | Pupillen durch entsprechend bemessenen Unterschied der Neigungswinkel o und ау für | E | einen beliebigen Abbildungsmaßstab aufheben. So wird 2. В. für sehr weit entfernte | | | | | | |
es sich der Landschaftsphotograph wünscht. Gleichzeitig kann man die Sinusbedingung streng erfüllen und erhält so ein lichtstarkes System. Darin besteht zweifelsohne ein theoretischer Vorzug des unsymmetrischen Objektives vor dem symmetrischen. Aber dieser Vorzug kann auch wieder hinfällig werden. Es hat sich nämlich gezeigt, daß ein 2. В. für sehr große Objektentfernungen auf Verzeichnung korrigiertes unsymme- trisches Objektiv bei Abbildung in natürlicher Größe viel größere Verzeichnung zeigen kann, als ein symmetrisches Objektiv gleicher relativer Öffnung im umgekehrten Falle. Es muß hier von Fall zu Fali untersucht werden. Wir können aber als Resultat aussprechen, daß das unsymmetrische Objektiv keine wesentlichen praktischen Vorteile, was Verzeichnungsfreiheit betrifft, vor dem symmetrischen gleichen Öffnungsverhält- nisses besitzt. Weshalb man für lichtstarke Objektive unsymmetrische Typen vor- zieht, steht auf einem anderen Blatte.
Kurz möchte ich nur noch auf die bekannten Erscheinungen hinweisen, die wir auf der Mattscheibe bei Objektiven mit Vorder- oder Hinterblende wahrnehmen. Im ersteren Falle, wenn also z. B. die vordere Hälfte eines symmetrischen Objektives ab- geschraubt ist, sind gerade Objektlinien am Rande der Mattscheibe nach außen durch- gebogen, im letzteren nach innen; dort spricht man deshalb von tonnen-, hier von kissenförmiger Verzeichnung. In der Praxis macht man sie durch geschickte Anord- nung des aufzunehmenden Gegenstandes, sowie durch Wahl einer langen Brennweite unschädlich.
Eine neue Pigmentpräparation. Nachdruck verboten.
Malcolm Arbuthnot hat eine neue Praparationsweise für Pigmentgelatinebilder ausgearbeitet, welche scheinbar dem Gummidruck verwandt ist, aber dennoch erhebliche Abweichungen zeigt. Arbuthnot gibt für sein Verfahren im ,,Amateur- Photographer“ folgende Arbeitsanweisung.
Für den Prozeß ist ein gut geleimtes Papier zu benutzen, und wenn zu dem Chrom- bad Alkohol genommen wird, so ist ein besonders stark geleimtes Papier erforderlich, andernfalls wird die Chromlósung stellenweise in den Papierstoff eindringen. Will man das Papier selbst vorleimen, so kann dies mit Stärkekleister oder noch besser mit Chromalaungelatine, wie beim einfachen Übertragpapier im Pigmentprozeß, geschehen.
Es ist wichtig, daß die Leimung an der Rückseite des Papiers erfolgt und hier gut einzieht, doch nicht so tief, daß die Poren der Vorderseite verstopft werden, sonst haftet die spätere Präparation nicht genügend. Für diese Präparation dient folgende Lösung:
Nelson-Gelatine Nr. т. 2. 2 + + 28 Lumpenzucker 25-227 ЭРЭ وا E CU леи 2. zn Wassers бо жоу . 1111112 0
Nachdem die Gelatine und der Zucker erweicht ist, wird mäßig erwärmt, man gehe dabei nicht über 50°C. Nach vollkommener Lösung wird auf 21° abgekühlt, und diese Temperatur muß auch für die Präparation verbleiben.
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Das Papier ist vorher in passende Größen zu schneiden und wird dann auf ein Reißbrett glatt mit Reißzwecken aufgespannt. Für das Auftragen der Gelatinelösung wird ein Kamelhaarpinsel benutzt, der vorher gut einzuweichen ist, um ein Ausfasern von Haaren zu vermeiden. Der Pinsel ist gut voll zu nehmen und auf dem Papier aus- zutupfen, bis Schaumbildung anfängt.
Man nimmt nun ein großes Stück, zuvor gut ausgewaschenes Musselintuch und ent- fernt damit die überflüssige Gelatine mit leicht übergehender Bewegung, bis auf dem Papier eine ebene, dünne Schicht verbleibt, und hängt dann das Papier zum Trocknen auf.
Ist so eine genügende Anzahl Papierstücke präpariert, bzw. frühestens nach Ab- lauf einer halben Stunde, so wird die Präparation nochmals wiederholt. Man kann noch weitere Präparationen auftragen, doch pflegen zwei im allgemeinen zu genügen. Ein Zeichen für sachgemäße Präparation ergibt das trockene Papier, wenn die Schicht sich ganz glatt und dünn anfühlt. Es ist nun eine gewisse Zeit zu warten, ehe шап weiter arbeitet. Das Papier muß vollkommen trocken sein, was immerhin mehrere Stunden beansprucht. Das Papier kann auch im Vorrat hergestellt und bis zu passender Gelegenheit aufbewahrt werden.
Als Pigment dienen einfache Aquarellfarben in Tuben, doch dürfen es nicht solche sein, die durch Bichromat verändert werden. Man quetscht davon etwas aus und ver- dünnt leicht mit Wasser, bis die Masse flüssig ist, aber immerhin noch völlig deckend, wenn man sie auf weißes Papier ausstreicht.
Die Farbe wird auf dieGelatineschicht gebracht, und zwar ebenfalls mit einem Kamel- haarpinsel. Nachdem allesgleichmäßig über- strichen is , wird der Überschuß mit einem Dachshaarvertreiber abgenommen. — Der sachgemäße Gebrauch des letzteren wird sich mit der Zeit von selbst ergeben. Es ist jeden- fallsnichtausreichend, ein- oder zweimal die Oberfläche zu über- gehen wie beimGummi- druck, sondern die Be- arbeitungmußsolange ausgedehnt werden, bis das Papier ober- flächlich trocken ist; wo sich ein besonderer
4
VICTOR STOUFFS, BRÜSSEL Letzter Schnee Gummi 21x24 Überschuß von Farbe
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auf dem Papier gebildet hat, ist der Pinsel mit starkerem Druck zu hand- haben. — Das trockene Pa- pier bietet im reflektierten Licht eine vollkommene matte undurchsichtige Schicht dar, dagegen wird im durchfallenden Licht das Papierkorn durch die Präparation hindurch sichtbar. Die Präparation solleinegleichmäßigesein, wennschon geringe Un- ebenheiten keine ernsten
W. LORENZ, ERFURT
22 Auf dem Wehrgang in Rothenburg о. Т. ×1 Störungen geben. SUUS 5 9x13
Nachdem das Papier abermals getrocknet ist, sollte das Pigment leicht aufliegend erscheinen, das Papier unten rein weiß lassend mit einer leichten Gelatineschicht. Das Papier kann so unbegrenzt aufbewahrt werden oder sogleich für den Gebrauch sen- sibilisiert werden. Das sensibilisierte Papier ist binnen 24 Stunden zu verarbeiten, da sonst die Schicht unlóslich wird.
Das Sensibilisieren kann durch Eintauchen des Papieres auf eine Minute in eine I proz. Lösung von Ammoniumbichromat erfolgen, danach trocknen im Dunklen. Wer ein alkoholisches Bad vorzieht, benutze folgende Vorschrift:
Ammoniumbichromat ............. 4g Natriumkarbonat . . . . . .......... LI, I Teil Wasser) ad ee ee abet oom ДОО; у Alkohol. 0 3 Teile.
Es kann hier auch Methylalkohol guter Qualität Verwendung finden. Die Lösung wird mit einem Pinsel aufgetragen, ein Strich neben dem anderen, nachher wird egalisiert. Das Papier ist in то Minuten trocken.
Das sensibilisierte Papier ist vor fremder Lichtwirkung zu schützen, da es ungefähr doppelt so empfindlich wie unsere Aristopapiere ist. Die zu verwendenden Negative sollen kräftig sein, wie solche auch im Pigmentprozeß gewünscht werden. Beim Ko- pieren ist ein Photometer zu benutzen; hinsichtlich der hohen Empfindlichkeit des Pa- pieres kopiere man im Schatten.
Die Kopien werden zunächst in warmes Wasser getaucht, mit der Schichtseite nach unten. Es ist dabei Sorge zu tragen, daß die Rückseite des Bildes nicht aus dem Wasser heraussteht, in welchem Falle sich auf dem Drucke später dunkle Stellen mar- kieren. Um dem vorzubeugen, kann man über den Kopien kleine, flache Holzstücke schwimmen lassen. Nach то Minuten sind die Kopien genügend gewässert, und kann nun die Entwicklung beginnen.
Die zweckmäßigste Methode der Entwicklung ergibt sich, wenn man die Kopie auf eine Glasplatte bringt und nun vermittels einer Spritzflasche heißes Wasser auf- spritzt. Die Entwicklung der Bilder ist eine sehr reizvolle Operation, und die Farbe, ausgenommen bei starker Unterexposition, sitzt sehr fest und halt selbst rauher Ве- arbeitung stand. Es gibt kein Abbrausen wie beim Gummidruck, die Entwicklung geht allemal flott und exakt vonstatten. Dabei haben wir noch einen ganz merk- lichen Spielraum in der Exposition.
Glaubt man, daß Unterexposition vorliegt, so kann die Entwicklung mit küh- lerem Wasser begonnen werden, und man erhöht die Temperatur nach Bedarf. Bei Überexposition ist sehr heißes Wasser zu verwenden ; oft werden solche Bilder auch durch Zusatz von ein wenig Soda zum Einweichwasser gerettet. — Irgend ein Klär-oder Härte- bad ist nicht erforderlich, die Bilder können auch in Wärme getrocknet werden.
Dieser Prozeß läßt sich auch mit dem Platindruck kombinieren. Man wird hier eine große Vervollkommnung gegenüber den früheren Kombinationen mit dem Gummi- druck finden. Der etwas störende Glanz wird gänzlich vermieden und, sofern nicht außergewöhnlich starke Effekte gefordert werden, ist eine einzige Präparation völlig ausreichend. Sollte ein solcher Fall zutreffen, so ist anzuraten, das Platinbild etwas kräftiger zu nehmen und beim Pigmentieren mehr Farbe aufzuwenden.
Für die Sensibilisierung gibt es noch eine andere Methode, welche gut geeignet ist, wenn das Papier sogleich verarbeitet wird, da hierbei die Schicht sehr bald unlöslich wird. Man bereitet sich eine Ioproz. Lösung von Ammoniumbichromat, verdünnt die benötigende Menge kurz vor dem Gebrauch mit 3 Teilen Wassers. Dieser verdünnten Lösung wird die Farbsubstanz beigegeben, dann wird der Auftrag in der ühlichen Weise vorgenommen.
Theoretisch sollte für die Platinkombination das Negativ dünn gehalten sein, so ist es wenigstens beim Gummiplatindruck. Bei dem Prozeß mit Gelatine ist dies jedoch nicht so von praktischer Wichtigkeit, hier haben wir einen viel größeren Spielraum in den Negativvorlagen.
Über den Charakter der Bildresultate mit den beschriebenen Präparationsweisen gibt Arbuthnot keine weiteren Mitteilungen.
Material pritfungen.
Nachdruck verboten,
an hört über ein und denselben Prozeß, über die gleichen Präparate, Formeln usw. M oftso verschiedene, häufig ganz widersprechende Urteile, daß man ganz stutzig wird, wie derartige Differenzen möglich sind; hier muß ganz abweichend bei den Versuchen vorgegangen worden sein, oder es sind überhaupt unbewußt Fehler in dem Arbeits- gange gemacht worden. Aber der Grund kann auch noch in anderen Umständen zu suchen sein, die Ansprüche, die jemand an einen Gegenstand stellt, können wesentliche Abweichungen aufweisen. Mancher ist leider auch sehr voreilig in seinem Urteil, nach einigen wenigen flüchtigen Proben fällt er über eine Novität eine glänzende Note, der
kein ernster, gewissenhafter Experimentator beistimmen kann. Andererseits soll man sich bei schwierigeren Problemen nicht mit Bemängelung kleinlicher Fehler hinstellen, deren Erscheinung unwesentlich ist, bzw. deren Abhilfe sicher steht.
Wenn z. B. über die Schärfenzeichnung eines Objektivs geurteilt wird, so werden die Noten häufig sehr verschieden ausfallen, ganz abgesehen davon, daß der Begriff „Scharf“ von manchem Photographen etwas sehr milde genommen wird. Man wird auch zu verschiedenen Urteilen gelangen, je nachdem man Gegenstände, die in größerer Entfernung liegen, wie es bei Landschaften, Gruppenaufnahmen usw. der Fall ist, wählt oder solche in sehr nahem Abstande, wo das Objekt in geringerer Ver- kleinerung der Originalgröße wiedergegeben wird. Die höchsten Ansprüche in Schärfen- ausdehnung stellt der Reproduktionsphotograph, und man wird bei ihm aus diesem Grunde teilweise ganz andere Objektivtypen antreffen als der Landschafts- und Porträtphotograph, als der Amateur vorzugsweise benutzt. Das allgemeine Arbeitsfeld der letzteren ist ein wesentlich anderes, sie müssen Typen wählen, dieihren Zwecken am besten entsprechen. Universalobjektive im wahrem Sinne des Wortes existieren nicht. Recht vortreffliche Darstellung und Unterrichtung in den einzelnen Objektivtypen bieten uns u. a. die Bücher ,,Harting, Optisches Hilfsbuch* und ӘН. Schmidt, Photograph. Hilfsbuch“.
Sehr oberflächlich werden auch oft die Urteile über Platten- und Papierfabrikate gegeben. Mit einer Prüfung von einigen wenigen Stücken auf ihren momentanen Qualitäts- befund ist es hier durchaus nicht abgetan. Ein gutes Fabrikat soll andauernd uns be- friedigen, der möglichst ständig gleichmäßige Ausfall eines Erzeugnisses macht solches für die photographische Praxis erst überhaupt tauglich. Ein fremdes Platten- oder Papierfabrikat ist also wiederholentlich zu kontrollieren. Nicht zu vergessen ist hierbei, daß die Produkte eine gewisse Haltbarkeitsdauer haben müssen; auch in dieser Richtung hin hat man sich zu orientieren.
Ganz erstaunlichen Begutachtungen kann man auf dem Gebiete der Farbenphoto- graphie begegnen, abgesehen von Reporterberichten in Tageszeitungen. Gerade in der neueren Zeit, wo die Gebr. Lumière mit ihrer Autochromplatte einen so großen Erfolg errungen haben — ist es doch der erste Farbenphotographieprozeß, der allgemeineren Anklang bei der größeren Menge gefunden hat — sind auch von anderen Seiten Raster- platten nach gleichem Prinzip, doch mit anderer Rasterausführung erschienen. Diese emsige Förderung in der Farbenplattenindustrie ist gewiß auf das freudigste zu be- grüßen, um so mehr, als auch hier recht Brauchbares zuwege gebracht worden ist. Weniger wollen uns die Parallelen gefallen, die mitunter zwischen einzelnen Fabrikaten gezogen werden. Über den Stand verschiedener Verfahren zueinander belehren uns am besten Vergleichsaufnahmen unter genau denselben Verhältnissen, aber nicht, wie es häufig geschieht, Parallelaufnahmen eines einzigen Objektes, sondern mehrerer, recht unterschiedlicher Objekte. — Unser Altmeister H. W. Vogel und E. Vogel hefteten bei ihren Dreifarbenaufnahmen neben dem Original eine kleine Farbentafel bei, um einen gewissen allgemeinen Anhalt für den Ausfall der Farbenwiedergabe zu haben. Oft genug zeigte sich hier, daß die Farbenfelder recht gut wiedergegeben waren, das vor-
liegende Bild selbst ließ jedoch zu wünschen übrig, und umgekehrt. Die Gründe dieser
Differenzen sind leicht einzusehen. Die Herstellung eines Testobjekts, bei der man
mit einer Aufnahme über die Leistungsfähigkeit irgendeines Farbenverfahrens aus-
reichend orientiert ist, ist sicherlich nicht so einfach, als es manchem erscheint. Man
muß sich ferner vorhalten, daß wir mit unseren gegebenen technischen Mitteln im
wesentlichen nur etwas Annäherndes, nicht absolut Genaues (wenigstens nicht durch-
weg in allen Teilen) schaffen. — Der in früherer Zeit so häufig geäußerte Satz ‚Ein
Farbenprozeß, der nur für Laternenbilder arbeitet, kann für das Problem der Farben- photographie gar nicht ernstlich in Betracht kommen“ ist jedenfalls glänzend wider-
legt worden.
Zu unseren Bildern.
Ich möchte heute das Interesse des Lesers auf ein Gebiet lenken, das in Deutschland verhältnismäßig wenig gepflegt wird, im Gegensatz zu England und Frankreich. Es ist das Gebiet, in dem Architektur der Haupt- träger des Interesses am Bilde ist. Und dieses Interesse ist oft nicht nur gegenständlicher Art. Wir alle kennen die schönen Städte- bilder, die Kathedralen und Schlösser. die wunderschönen Brücken und Terrassen. die den englischen Amateuren besonders oft den Vorwurf zu ausgezeichneten Kunstwerken boten. Kunstwerke darum, weil sie nicht im rein Sachlichen untergingen, sondern immer auf eine persönliche, ungewöhnliche und neue, darum allgemein bereichernde Art den Gegen- stand darstellten. Ich verweise nur auf die Arbeiten von Dudley J. Johnston-Liver- pool, Walter Benningtons-Iondon, А.Н. Blake - London (Heft 23, 1909, Phot. Mit- teilungen). Und ebenso haben einzelne Fran- Zosen Architekturen außerordentlich male- risch und wirksam gestaltet. Einesder nächsten Hefte wird zeigen, wie geistreich Dubreuil das zuzeiten anfaßt. Wir in Deutschland haben dem Gegenstand bisher verhältnis- mäßig wenig Interesse entgegengebracht. Wohl haben auch wir vereinzelt schöne Leistungen aufzuweisen, aber die Freude ап der bewegten oder strengen Silhouette einer Architektur als willkommener Gegensatz, oder um ihrer selbst willen ist bei den deutschen Armateuren noch nicht so allgemein.
Unter den Blättern dieses Heftes sehen wir nun mancherlei interessante Ехрегі-
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mente in der Verwendung der Architektur als Träger des malerischen Reizes: Wir sehen feste gemauerte oder infolge ihrer vielen Bindeglieder wie ein reiches Gitter wirkende eiserne Brückenbögen Flüsse überspannen. Wir sehen Torbögen und die regelmäßigen ge- raden und schrägen Linien von Seitenwand und Dach wirksame Gegensätze zu den unregelmäßigen Formen von Berg, Baum oder Mensch bilden. Und wir sehen Architekturen in der Nacht im Schein von Laternen, im hellen Sonnenlicht mit querfallenden Schat- ten, in trüher grauer Beleuchtung eines Re- gentages oder Dämmerung.
Wir sehen dieses alles mehr oder minder geschickt ausgenützt für die Bildwirkung, wenngleich wir an die großzügigen und fein malerischen Gestaltungen besonders der Eng- länder hiermit nicht heranreichen. Besonders das Atmospharische fehlt unseren Bildern zumeist, die feinen Abstufungen der luft- gebenden Tonstärken. Ohne diese aber be- kommen Architekturen leicht etwas Hartes und Trockenes. Daß zur Bezwingung solcher Aufgaben volle Beherrschung der Technik erforderlich ist, ist leicht einzusehen. Und welchen Wert das Gefühl für feine tonale Unterschiede hier oftmals erforderlich ist, geht aus dem Gesagten genugsam hervor. Arthur Moser-Görlitz hat es fast immer und Viktor Stouffs- Brüssel hat neben einem schönen Raumgefühl Sinn für interessante Fleck- wirkung, wie sein ‚letzter Schnee“ beweist.
Gut im Raum ist auch das Bild mit den querfallenden Schatten und dem alten Tor-
bogen von Charl. Dewit - Brüssel, und als Gegenlichtaufnahme interessiert wohl seine Dorfkirche, aber die Atınosphäre fehlt beiden Bildern ein wenig. Und so interessant als Experiment der Bahnhof in Danzig in einer Winternacht von Walter Groß- Danzig auch ist, geglückt ist es noch nicht, denn die Skala der tonalen Abstufungen ist noch nicht typisch, und vor allem sind die Gegen- satze zu hart, es fehlen alle mittleren Ab- stufungen. (Die hier wohl die charakteri- sierenden sind, da der Gegensatz des höchsten Lichtes und des tiefsten Schattens im an-
näherud richtigen Verhältnis zueinander die photographischen Mittel übersteigt.) Wir sehen es auch an dem sonst so reizvollen Nachtbild der Gebrüder Link - Zürich, das. obwohl richtiger in den Kontrasten, dennoch zu hart ist. Vielleicht hätte eine etwas längere Exposition noch mehr er- reicht. Ratsamer noch ist es, für solche Aufnahmen mondhelle Winternachte oder Dämmerung zu benutzen, da dann der Um- fang der Gegensätze wesentlich gemindert, für die photographische Platte oft gut er- reichbar ist. E.
Photographische Schattenrisse. Von W. WEISSERMEL.
(Schluß von Seite 12.)
Als Kopiermaterial kommt meist nur Bromsilber-, Gaslicht- und Kohlepapier in Betracht. Auskopierpapiere sind mit ge- wissen Ausnahmen nicht verwendbar, weil sie nicht immer die nötige Tiefe im Ton hergeben, und auch weil der etwaige vor- handene Glanz störend wirkt.
Die erstgenannten Papiere kopiert man natürlich ganz kurz und ruft sie in einem hart ‚arbeitenden Entwickler hervor. Dazu kann der gleiche Entwickler verwendet werden, der für die Entwickelung der Negative ge- nommen wird. Man darf die Papiere nur nicht zu lange darin lassen, weil Hydrochinon sie gern gelb färbt. Natürlich lassen sich diese Positive auch verstärken; beispielsweise mit Uran oder Eisen. Es ergeben sich dabei die bekannten braunen bzw. blauen Tone, die oft sehr reizvoll wirken. Kohlepapier gibt ausnehmend schöne Silhouetten, da es aber von Hause aus ziemlich weich arbeitet, nehme man nur kräftige Negative hinzu. Man kann dieser Eigenschaft allerdings dadurch etwas entgegenarbeiten, daß man länger kopiert und mit heißen Wasser hervorruft, oder die Schicht härter kopierend einrichtet. Die Kohlebild- chen kann man in der bekannten Manier auf alle möglichen Gegenstände übertragen und so manchen Ziergegenstand schaffen.
Nachdruck verboten.
Einen tiefen reinschwarzen Ton gibt nach meinen Erfahrungen das matte Chlorsilber- gelatinepapier Solio der Kodak-Ges. Ich arbeite damit folgendermaßen: Das Papier wird bei ganz gedampftem Licht, möglichst nicht Tageslicht, in den Rahmen gelegt. Dann wird nur so lange kopiert, bis sich das Bild ge- rade schwach von denı weißen Papiergrund abhebt; also bei Tageslicht wenige Sekunden; bei Gasglühlicht, welches das geeignetste ist, einige Minuten. Das Bild wird nun in folgen- den Entwickler gelegt:
100 ccm Wasser, 1—2 ccm Rodinal,
dazu soviel Zitronensäure (pulv.), daß die Lösung gut sauer reagiert.
Hierin entwickeln sich die Kopien in ca. 3 Minuten. Dann wird rasch abegspült und im sauren Fixierbad fixiert. Schleiert das Papier, so hat es entweder zu viel Licht be- kommen oder der Entwickler ist nicht sauer genug. Werden die Bilder rötlich, so ist der Entwickler zu schwach oder es ist zu lange kopiert worden. Je kürzer man kopiert, desto kräftiger werden die Bilder. Bei richtiger Kopierdauer wird der Топ intensiv schwarz und so tief, wie es kaum mit einem anderen Ver- fahren erreichbar ist, ausgenommen vielleicht
ein guter Kohledruck. Bei nicht ganz frischem Papier färbt sich die Rückseite bräunlich. Die Färbung hat aber nichts auf sich, da sie nicht durchschlägt. Selbstverständlich ist man bei der Her- stellung von Schattenrissen nicht an die An- fertigung von Brustbildern gebunden. Man kann auch ganze Figuren. Gruppen. Tiere. Blumen usw. silhouettieren. Bei Brustbild-
Kleine Mitteilungen.
Neue Dioptichromraster.
In den , Wiener Mitteilungen" vom 15. Dezember schreibt Hugo Hinterberger über die Dioptichromplatten wie folgt: Von allen derzeit im Handel befindlichen Farb- rasterplatten gehören wohl die mittels Dufay- Raster hergestellten Dioptichroniplatten zu den besten, indem Aufnahmen auf denselben am ehesten an Qualität den Autochromplat- ten nahekommen, ohne sie jedoch zu erreichen oder gar zu übertrcflen. Die Fabrikanten sind jedoch sehr rührig und arbeiten fortge- setzt an Verbesserungen, weshalb es durch- aus nicht unmöglich erscheint, daß dieses Ziel einmal erreicht wird. —
Jüngst ist nun unter der Marke .‚Dufay В“ eine neue Dioptichromplatte au! den Markt gekommen, welche ein feineres Raster aufweist. Wir werden auf diese neue Platte in einer der nachsten Nummern eingehender zu sprechen kommen.
Zur Zeitentwicklung.
C. E. K. Mees sprach jüngst in der Royal Photographic Society über Theorie und Praxis der Entwicklung. Was die letztere Seite betrifft, so findet Mees als Resultat einer großen Reihe von Versuchen mit Handelsplatten, daß das Kontrastmaximum, welches eine Platte liefert, ziemlich konstant von Schicht zu Schicht ist, aber daß gewisse Umstände beträchtliche Änderungen bewir- ken können, ш äußersten Fällen bis зо oder 40%. Das Hauptmotiv bildet, wie allgemein bekannt, ein plötzlicher Umschwung des Wetters während der Bereitung der Emulsion.
silhouetten muß man die Teile des Körpers, die unterhalb der Brust liegen, auf dem Nega- tiv mit roter oder schwarzer Farbe oder mit schwarzem Papier abdecken. Und zwar ver- läuft der obere Rand der Deckung vorteilhaft in einer schräg von oben nach unten gehenden, leicht geschwungenen Linie. Das Bild ist als- dann allenthalben von dem weißen Unter- grund umgeben.
Nachdruck verboten.
Mees ist der Ansicht. daß Tabellen oder Skalen zur Bestimmung der Entwicklungs- zeit hinsichtlich der Kompensation bei ver- schiedenen Temperaturen leicht zu Mißerfolg führen können. Eine Zeitentwicklung kann erfolgreich. und exakt nur dann geschehen, wenn die erforderliche Dauer für jede Emul- sionsschicht besonders bestimmt worden ist. Dieser Schluß bezieht sich nur auf die Zeit, nicht auf den Entwicklungsfaktor *).
Alfred Watkins hält sein System der automatischen Entwicklung dennoch auf- recht: er sagt, daß die Plattenfabrikanten unter erwähnten Umständen gewöhnlich ihrer Emulsion Zusätze machten, daß dieses allerdings auch dazu führen könnte, ver- wirrende Änderungen sowohl in dem Watkins- Faktor. als bei dem Temperaturkoeffizienten zu veranlassen.
Nochmals über Miniaturformate und ihre Verwendung.
Vor einiger Zeit erschien in den ,,Mit- teilungen“ ein Artikel über obiges Thema. Die sehr interessanten Ausführungen des Herrn Verfassers stellen jedoch meiner Mei- nung und meinen Erfahrungen nach die ganze Arbeitsweise etwas zu optimistisch dar, rücken die Lichtseiten zu sehr in den Vordergrund. Da aber das Arbeiten mit kleinen und kleinsten Formaten auch seine spezifischen Nachteile hat, ist vielleicht eine nochmalige Äußerung ganz erwünscht, be- sonders auch deswegen, weil die Frage aktuell
ж) Vergleiche den Artikel Jahrg. 1903, Seite 239.
ist und fast jede größere Firma ihre Kamera für die Westentasche auf den Markt gebracht hat, meist im Format 4!/„ x 6. Da ist zu- nächst festzustellen, daß diese Bezeichnung (wenigstens bei allen Modellen, die ich kenne) durchaus nicht zutrifft. Sie finden їп der Rocktasche bequem Platz, sind aber für die Westentasche zu groß. Eine unserer bedeu- tendsten Werkstätten rühmt als Vorzug ihrer Reflexkamera,,unbemerktes Arbeiten‘ ‚ferner erinnere ich an die ,.Rocktaschenapparate'' für ro X 15 u. a. Immerhin ist es schon ein großer Vorteil. sämtliches zur Aufnahme nötige Material (außer dem Stativ) in der Rocktasche mitführen zu können. Ein wei- terer Vorteil besteht in der Billigkeit des Plattenmaterials (die Packfilms sind vor- laufig noch viel zu teuer) Aber nun zum Kern der Sache. Der ernsthaft arbeitende Amateur wird sich natürlich nicht mit den kleinen 41)» x 6 Bildchen begnügen. sondern er wird vergrößerte Negative herstellen wol- len und dann mittels eines ihm für die betr. Aufnahme opportun erscheinenden Druck- verfahrens das ihm vorschwehende Idealbild zu verwirklichen suchen. Die Vergrößerung hat bekanntlich die Eigenschaft, die Schatten als auch die Lichter zu lösen, die ersteren weniger dunkel, die letzteren weniger hell erscheinen zu lassen. Mit anderen Worten: die Tonwerte zu verschlechtern, und zwar um so mehr, je stärker die Vergrößerung ist. Man kann also wohl ein 9 x 12 Negativ auf 30 X 40 und darüber vergrößern, ein 41/1, XO Negativ höchstens аш 18 X 24, und dann muß eine sehr gut brillant abgestufte Platte vorliegen. Eine Vergrößerung auf Post- kartenformat dagegen wird in den meisten Fällen keine Schwierigkeiten bieten.
Aus dem Gesagten ergibt sich das An- wendungsgebiet der Miniaturapparate. Man wird am besten tun, für ernsthafte, auf bildmäßige Erfolge gerichtete Ar- beit die alten Formate zur Aufnahme beizubehalten, von 9 Х 12 (höchstens noch 6 x 9) an aufwärts. Aber auf Spaziergangen. Ausflügen, Reisen, die nicht zu speziell pho- tographischen Zwecken unternommen wer- den, wird man einen kleinen Apparat als ständigen und unauffälligen Begleiter mit Erfolg verwenden können überall, wo es ein hübsches Motiv festzuhalten gilt. Und es ist ja eine ärgerliche Erfahrungstatsache, daß man die schönsten Motive immer dann findet, wenn man den Apparat nicht bei sich hat. Wenn man dann auch die so gewonnenen Resultate nicht zu großen Kunstblättern verarbeiten kann, so bereiten doch die kleinen Originalbilder, die Vergrößerungen auf Post- karten in ihrer Art viel Freude. In diesen Grenzen ist die Einbürgerung der Miniatur- kameras (reine Spielzeuge natürlich ausge- nommen) als ein willkommener Fortschritt zu begrüßen. Wilhelm Richter, Göttingen.
Internationale photographische Ausstellung in Hamburg 1011.
Die Gesellschaft zur Förderung der Amateur- Photographie in Ham- burg plante bereits für тото eine Ausstel- lung, doch mußte diese wegen Lokalschwie- rigkeiten verschoben werden; sie wird nun- mehr vom 13. bis 30. April dieses Jahres statt- haben und wird sich ausschließlich auf das Bildnis und das Figurenbild beschränken. In das Ausstellungskomitee wurden folgende Herren gewählt: G. Henry Grell, Frau Dr. Hauers. Oscar Hofmeister, Erich Schröder.
Literatur.
C. Fleck, Die Photo-Xylographie, Herstel- lung von Bilder: auf Buchsbaumholz für die Zwecke der Holzschneidekunst, mit 5 Abbil- dungen. A. Hartlebens Verlag, Leipzig (Preis geh. 2 M.). — Da der Photoxylograph in seinem Berufe gewölinlich nur eine einzige photogra- phische Übertragungsart kennen lernt, hat der
Verfasser sich bestrebt, ihm durch das vor- liegende Buch zu zeigen, auf welch verschiedene Art und Weise die Bildübertragung ausgeübt werden kann. Von einem Eingehen auf all- gemeine photographische Fragen konnte da- gegen keine Rede sein, weil ihre Kenntnis vom wird
Photoxylographen vorausgesetzt
und er sich in die photographische Technik bereits eingearbeitet haben muß. In diesem Buche wird dem Photoxylographen manch brauchbarer Wink und manche wertvolle An- regung gegeben, denn das, was kurzgefaßt hier niedergelegt ist, sind die Ergebnisse eines lang- jährigen praktischen Wirkens auf dem Gebiete der photographischen Vervielfältigungsverfahren.
Sven Hedin, Zu Land nach Indien durch Persien, Seistan, Belutschistan. Mit 308 ein- und mehrfarbigen Abbildungen und zwei Kar- ten. In zwei Bänden elegant gebunden 20 Mk. Auch in 36 Lieferungen zu je so Pfg. (Leipzig, Brockhaus.) — Zu glücklicherer Stunde konnte wohl ein Buch nicht erscheinen als dieses neue Werk von Hedin. Mit gespannter Aufinerksanı-
keit verfolgt шап überall die Vorgänge im persischen Reiche. Hedin weiß, daß die ganze gebildete Welt seinen Worten lauscht, und sie wird ihm auch diesmal wieder dankbar sein für das neue prächtige Werk. Ein Forscher von anerkanntem Verdienst, ein Schriftsteller von hinreißendem ‘Temperament, und dazu ein Zeichenkünstler, der auch dieses sein Buch wieder mit einer Fülle von Zeichnungen be- reichert hat, die mit dem Scharfblick der photographischen Kamera wetteifern. Alles das tritt auch äußerlich in dem vornehmen Gewand vor uns hin, das Ше Eigenart der Brockhausschen Verlagswerke ist. Nicht zu vergessen der dem Werke beigefügten Karte von Persien, die als die allerneueste im Hinblick auf die politische Weltlage schon ein aktuelles Interesse hat.
Patentnachrichten.
Anmeldungen.
19. Dezember 1910: 7а. D. 22845. Vorrichtung zum Zerschneiden von Filmbändern. ves, Seine, u. Vietor Forbin, Paris.
Paul Duchenne, Van-
Wechscleinrichtung für Films in Hamburg,
14 025. Hans Tonnies, 3. 4. 09.
1910:
Filnpacks. Rappstr. 2r. 22. Dezember 42h. Z. 6327. Photographisches Kinzelobjektiv aus drei verkitteten Linsen, deren mittlere bikonkav ist. Fa. Carl Zeiss, Jena. 20. 11. 1909. С. 20070. Filustreifens bei Kinematographen. Claude Frankr.
Vorrichtung zur Bewegung des
tae M нь
Marie Gulliet, Asnieres, Seine, 2.4.08.
R. 28 772. Vor mehreren Objektiven in wage- rechter Richtung vorüberzuführendes Bild- band zur Wiedergabe lebender, stercoskopi- scher Bilder. Jules Richard u. Louis Jo- seph Emanuel Colardeau, Paris. 28. 6. 1909.
B. 53 111. Verfahren zur Herstellung von Mehrfarben-Rastern aus farbigen, niit Formal-
Gelatinekórnern. John
in ч c
dehyd getränkten Bamber, London. 12. 2. 00.
57Ъ. R. Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbenrastern für die Farbenphotogra- Rudolf Ruth, Charlottenburg, Neue
10. 7. ОО.
28 849.
phie. Kantstr. 13.
2. Januar 1911:
574. $.
von sich wiederholenden, von je einer Walze
zu druckenden Bildern für den photomecha-
nischen Mehrfarbenwalzentiefdruck. Charles
W. Saalburg, New York City. 10. 9. 10.
32250. Verfahren zum Zusammienpassen
Erteilungen.
229 552. Verfahren zur Herstellung von ge- kórnten oder sonst in Einzelelemente zerlegten photographischen Bildern; Zus. z. Pat. 226 614. Rudolf Widmann, Nürnberg, Obere Kanal- straße Sa. 8. 11. об. W. 31310. 37b. 229 844. Verfahren zum Aufziehen von Bil- dern auf Kartons о. dgl. in der Weise, daß ein Schrägschnitt аш Bilde oder am Passe-partout
nachgeahmt wird. Neue Photographische
Gesellschaft Akt. - Ges., Steglitz-Berlin. 4. 12.09. N. 11 100. 57b. 229 894. Verstarkungsschiri für photogra-
phische R6ntgenaufnahmen. Reiniger, Gebbert, & Schall A.-G., Erlangen, Bay. 2. 2. IO. В. 30 115.
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Druckfehler-Berichtigung. Seite 5, Zeile 14 von oben lies ,,eine persönliche“ statt ,,unpersdénliche‘; Seite 6, Zeile 6 von unten lies „Gruppen“ statt ,,Gas“.
Für die Redaktion verantwortlich: Р. Hanneke in Berlin. Verlag von Gustav Schmidt (vorm. Robert Oppenheim), Berlin. — Druck der Spamerschen Buchdruckerei, Leipzig.
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Projektionsobjektiv von 20 cm Brennweite und 62 mm Linsendurchmesser, Sy-
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Einen wesentlichen Einfluß auf die Helligkeit des Bildes hat schließlich noch das Material des Projektionsschirmes. Die Schirme, die mit Metallbronzen gestrichen sind, haben sich mancher Nachteile wegen nicht einbürgern können. Die gewöhn- lichen Schirme aus einfachem weißen Baumwollstoff sind aber, so verbreitet sie auch sind, doch sehr unrationell, da sie fast ebensoviel Licht durchlassen als reflek- tieren, wie man daraus ersieht, daß das Bild, von der Rückseite des Schirmes be- trachtet, fast ebenso hell erscheint, als von vorn. Wesentlich besser ist schon ein Schirm aus doppeltem Stoff. Besonders günstig sind aber mit Zinkweiß gestrichene Schirme. Ich empfehle den Schirm folgendermaßen herzustellen: Aus Leisten, wie man sie zur Herstellung von Blendrahmen für Ölgemälde fertig zu kaufen bekommt, bis 1 m Lange, stellt man einen Rahmen her, bespannt ihn mit vorher angefeuchtetem weißen Baumwollstoff einfach, und streicht nach dem Trocknen ziemlich dick mit Zink- weiß,das man mit ungekochter Milch in der üblichen Konsistenz von Ölfarbe anrührt. Der so erhaltene Schirm ist sehr billig, sehr leicht, so daß er über einem Bildernagel ап der Wand aufgehangen werden kann, und reflektiert vorzüglich.
Duplikate von Diapositiven. Майне E.
ft genug tritt der Fall ein, daß uns Gelegenheit geboten wird, zur Vervollständigung
der eigenen Serien von Projektionsbildern, Duplikate aus Diapositivsammlungen von Bekanntenkreisen zu entnehmen (Verleihen von Originalnegativen wird meist nicht beliebt), aber die Reproduktion mit Zwischenherstellung einer Negativplatte führt den Amateur selten zu befriedigenden Resultaten. Wir haben ja nun, wie durch das Autochrom- und andere Dreifarbenrasterverfahren allgemein bekannt geworden, genügend Wege, um mit einer einzigen Aufnahme direkt zu einem positiven Bild- erzeugnis zu gelangen. Das Verfahren läßt sich natürlich auch auf die Reproduktion von Diapositiven verwenden. D’Arcy Power gibt im American Annual*) seine prakti- schen Erfahrungen, die er in dieser Richtung gemacht hat, bekannt.
Bei dem Autochromprozeß geschieht die Umkehrung der entwickelten Platte in einer Lösung von Kaliumpermanganat oder Kaliumbichromat mit Schwefelsäure, die das zuerst niedergeschlagene Silberbild auflöst; nach Exposition der Platte am Licht gibt die Entwicklung der zurückgebliebenen Silberschicht ein positives Bild. Bei der dünnen Schicht, welche die Autochromplatten besitzen, geht der Prozeß glatt vor sich, aber bei anderen Platten ist die Emulsionsschicht zu dick für eine vollständige Durch- exposition und das zurückbleibende unveränderte Silbersalz verursacht bei der zweiten Entwicklung Schleierbildung. Diese Schwierigkeit ist bereits von Balagny über- wunden worden (wenigstens teilweise); er exponiert die Platte vor der Entfernung des entwickelten Bildes wieder, was dazu dient, den hinten liegenden Silberüberschuß vor Lichtwirkung zu schützen. Die Rückseite der Platte wird dabei durch schwarzes
*) Siehe auch British Journal Nr. 2645, Seite 21.
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Papier oder eine andere schwarze Unterlage ge- schützt. So weit als die Beobachtungen A rcy P o- wers gehen, bietet diese Methode einen großen Vorteilvorallenfrüheren, aber sie zeigt immerhin noch etwas Schleier nahe dem Glase. Dieser resul- tiert wahrscheinlich von diffusem Licht in der Emulsionsschicht und Reflexion vom Glase her. ArcyPowerschloß, daß solches zu vermeiden wäre,wenndieExposition von Glas zuSchicht, statt von Schicht zu Schicht geschehen würde, was weiterhin noch den Vorteil hätte, еше. Seitenvertauschung des Bildes zu umgehen, welche bedingt wird, wenn ein Negativ chemisch in ein Positiv umgewandelt wird. Sollte sich dennoch irgendwelcher Schleier zeigen, so würde eran der Oberfläche der Schicht sein, während das Bild doch nächst dem Glase läge. Ein wenig Blutlaugensalzabschwächer würde den ersteren beseitigen, ohne das Bild zu schädigen. Das Experiment hat diese Erwartungen vollkommen bestätigt.
Den einzigen bleibenden Übelstand bildet die Überwindung der Bildunscharfe, die durch die Zwischenlage des dicken Glases bei den Schichten statthat, aber auch dem ist leicht abgeholfen, wenn bei der Exposition für Beleuchtung mit parallelen Lichtstrahlen gesorgt wird. Атсу Power gibt nun folgende praktische Arbeitsregeln:
Man bringt das zu reproduzierende Diapositiv im Kopierrahmen in Kontakt mit der Platte, Schicht dieser nach rückwärts, zwischen letzterer und der Rahmenrück- wand wird ein Stück schwarzen Papiers gelegt.
Eine korrekte Exposition ist äußerst wesentlich, diese ist durch Versuch auszu- probieren. Man entwickle reichlich, aber nicht übermäßig, andererseits werden die Details in den hohen: Lichtern bei der Umkehrung zerstört werden. Die Platte wird dann то bis 15 Minuten im Dunkelraum gewässert.
. Man legt nun ein Stück schwarzes Papier in eine Entwicklungsschale, füllt diese halb mit Wasser, bringt die Platte, Schichtseite nach unten, hinein und geht auf 5 Minuten ins volle Tageslicht. Die unberührte Platte wird in den Dunkelraum zurück- geführt, hier in еше 1 proz. Lösung von Kaliumbichromat, mit 1%, Schwefelsäure an- gesäuert, gelegt. In 3 Minuten ist das schwarze Silberbild verschwunden.
Hierauf wird die Platte 20 Minuten (im Dunkelraum) gewässert. Nachher wird in bekannter Weise das Bild kräftig zurückentwickelt und schließlich fixiert. Sollte
Hamster, Aus: R. Zimmermann, Tiere
sichernd vor dem Bau der Heimat (s. S. 45)
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das resultierende Diapositiv zu dicht sein oder eine Spur von Schleier oder Flecken auf- weisen, so wird solches mit Blutlaugensalzabschwächer beseitigt. Am Ende 9 die
Platte gewaschen.
Das Duplikatdiapositiv soll dem Original in Details und Gradation identisch sein. Ist es in Dichtigkeit verschieden, so trägt meist unkorrekte Exposition die Schuld. Wie im Autochromprozeß bekannt, geben zu geringe Expositionen dichte harte Bilder,
Überexpositionen dagegen dünne Bilder mit Verlust in den hohen Lichtern, geschilderte Prozeß soll sich jedenfalls leicht und schnell vollziehen.
Der Für die
Entwicklung benutzt Arcy Power das Amidol, aber zweifellos arbeiten andere
Lösungen gleichfalls gut.
Zu unseren Bildern.
Das Original zur Gravüre des Heftes stammt von einer Persönlichkeit, die dem Le- ser nicht mehr unbekannt ist: Arthur Moser - Görlitz. Wir kennen ihn als ein Talent, dessen Fähigkeiten, neben einem schönen Gefühl für den Charakter und das Malerische einer Erscheinung, in einem sehr soliden Können es wiederzugeben bestehen. Aber bisher hat noch keines seiner Blätter diese Reife in künstlerischer und technischer Beziehung gezeigt, wie sein schlesischer Berg- friedhof. Auch hier beruht die ganze Schön- heit des Blattes, außer in dem schönen Gegenstand an sich, in formaler Be- ziehung zunächst in der äußerst geschickten Kom- position. In derglücklichen Verwendung der hübschen Silhouette der runden BaumkroneimGegensatz zu den wagrechten und senk- rechten Linien von Terrain und Cypressen (dieserBaum ist beispielsweise an keiner anderen Stelle denkbar, ohne Veränderungen auch an anderen Stellen des Bildes), und so hat Böcklin vollkommen recht, wenn er sagt: ein Bild ist ein Rechenexempel, d. h. die Berechnung der bildgeben-
Haselmaus
den Werte zueinander ist in ihrem End- resultat genau so kontrollierbar und be- weiskräftig wie die Lösung eines Rechen- ехетре!5. Für den Amateur, der ans Ob- jekt gebunden ist, heißt das nichts anderes, als sein Auge zu schulen, solch fertige Lö- sungen in der Natur zu sehen, und zu suchen. Daß sie vorhanden sind, beweisen uns ja so viele schöne Blätter photographischer Her- kunft, und eben auch das Mosersche Bild in unserer Graviire. Zwei andere Blatter geben Eindrücke einer italienischen Reise,
Aus: R. Zimmermann, Tiere der Heimat (s. S. 45)
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Noch eine andere Persönlichkeit gibt sich in den Bildern dieses Heftes: Carl Frederiksen-Kopenhagen. Die Blätter zeigen auch stofflich eine große Mannig- faltigkeit und beweisen nicht nur eine umfassende technische Sicherheit den verschiedenen Problemen gegenüber, sondern auch ein ausgezeichnetes Gefühl für das Wesen einer Sache. So ist sowohl der See und die regenfeuchte Luft, wie der Sumpf mit leichten Abendnebeln und seinen Wasserrosen, gut charakterisiert. Auch die Morgen- oder Abendstimmung des Hafenbildes ist gut ausgedrückt. (Wenngleich bei dem letztgenanuten Bilde die Kontraste reichlich hart sind und es ratsain gewesen ware, ein Kopierverfahren zu wählen, das diese mildert.) ,,Stilleben'' und ‚Ernte‘ sind wieder technisch gut bewaltigt. Als letztes geben wir noch ein Bild Nicola Perscheids, das Altmeister Thoma bringt. — Die Textbilder gehen
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ЖАҒАНЫ 252 | S N | sehrhübschgefaßte Naturausschnitte von
Junge Buntspechte der Heimat (s. S. 45)
doch keines hat sich zu einem künstlerischen Erlebnis von solcher Stärke verdichtet wie das erstgenannte.
Aus: R. Zimmermann, Tiere
Emmi Briegleb - Göttingen und М. Meidner - Charlottenburg, die von der Weiterentwicklung erfreuliches erhoffen lassen. Das Parkbildchen mit der Ariadne und den аш Boden huschenden Sonnenstrahlen ist ein wirkliches kleines Idyll von großer Anmut. E.
Kleine Mitteilungen.
Baumstudien im Winter.
J. Holmes fordert im ,,Amateur-Photo- grapher" auf, auch im Winter der botani- schen Studien nicht zu vergessen, da in dieser Jahreszeit manches sich dem Auge besser offenbart als im Sommer. Der Winter, wo die Bäume ihrer Blätter beraubt sind, bildet die geeignetste Zeit, die Struktur eines Baumes mit seiner verwirrenden Menge von Ästen und Zweigen in Aufnahmen zu: fixie- ren. Der Baum liegt in seinem Aufbau frei vor uns, wir können mit Leichtigkeit Ver- gleiche in den Strukturen der einzelnen Baumarten anstellen. Andererseits sind wie- der Parallelaufnahmen des gleichen Indivi- duums zu verschiedenen Jahreszeiten ins
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Nachdruck verboten.
Auge zu fassen. Es ließen sich da Studien- mappen in mancherlei Richtung anlegen, so. z. В. eine Sammlung, welche nur die Umriß- linien der Bäume behandelt. Man versuche die Schilderung des Winteraussehens der Eiche mit ihren kernigen Stamm und ihren knorrigen Gliedern ringsum, der graziösen Weißbirke mit ihren zarten Verzweigungen gegen den Himmel, oder der biegsamen und doch festen Esche, der schlanken Form der Erle anı Wasser. — Im Frühling gewähren dann die Bäume mit ihren heraussprossenden, noch nicht fertig entwickelten Blattern eine besonders prächtige Erscheinung. — Wir for- dern auch unsere Leser auf, sich diesem pho- tographischen Gebiete mehr zu widmen; wir
sind auch gern bereit, gelungene Aufnahmen von allgemeinerem Interesse in unserem Blatte zur Reproduktion zu bringen ; eventuell dürfte es von Nutzen sein, dazu auch kurze tech- nische Erläuterungen beizugeben. Р-Н.
Lokale Behandlung von Pigmentdrucken.
„Photography“ Nr. 1156 macht wohlan- gebracht darauf aufmerksam, daß es im all- gemeinen noch wenig bekannt ist, daß auch der gewöhnliche Pigmentprozeß einen be- trächtlichen Spielraum in willkürlicher Be- arbeitung des Bildes, einzelne Partien aufzu- hellen oder tiefer zu färben, zuläßt. Wer solches noch nicht versucht hat, wird von der Ausdehnungsmöglichkeit derartiger Eingriffe überrascht sein. Die Aufhellung wird durch lokale Entwicklung mit Aufguß von heißerem Wasser als sonst üblich oder mit einem Dampf- strahl bewirkt. Hierzu ist natürlich eine ent- sprechende Arbeitseinrichtung erforderlich. DieWasserhahnesollten ferner mit einem Gum- mischlauch versehen sein, damit der Wasser- strahl direkt nach den gewünschten Stellen geführt werden kann; die Starke des Zulaufs kann im Notfalle auch durch Zusammen- drücken des Schlauchendes reguliert werden. Vorsicht in der Behandlung ist in den hohen Lichtern besonders bedingt, da hier die Bild- schicht sehr dünn ist. Es ist auch möglich, einzelne Teile durch schwaches Überstreichen mit einem weichen Kamelhaarpinsel zu klà- ren, doch verfahre man dabei sehr bedächtig.
Sollen Teile dunkler gehalten werden, so ist die beste Methode, daß ınan von noch un- gebrauchten Stücken der verwendeten Pig- mentpapiersorte die Farbgelatineschicht in wenig heißem Wasser löst und diese Farb- tusche mit Pinsel an betreffenden Stellen auf- legt, zu dessen geschickter Ausführung na- türlich etwas Maltalent erforderlich ist. Auch bei dem Gummidruck wird ja die manu- elle Behandlung in der Entwicklung des
Bildes, resp. die Kombination mehrerer Über- drucke nur dann ein technisch gutes Resultat zeigen, wenn der Photograph gewisse Talente besitzt.
Neue Spülvorrichtung.
Von Otto Brömme-Buchschlag b. Frank- furta. M. wird eine praktische Spulvorrichtung hergestellt. Der Apparat (5. die Abbild.) kann an jede Wasserleitung angeschlossen werden, und als Spülwanne kann jedes beliebige Waschbecken benutzt werden. Die Vorrich- tung, die in letzteres hineingehängt wird, ermöglicht ein einwandfreies Wässern, in- dem sie das Wasser bzw. die Positive in eine angemessene Rotation versetzt; ein Knicken, Zusammenhaften der Bilder oder
Beschädigen der Schicht wird vermieden. Das am Boden stehende, stärker fixier- natronhaltige Wasser wird durch einen dort wirkenden Saugheber entzogen. Gleichzeitig macht dieser das Übertreten der Bilder aus dem Behälter unmöglich, da er das Wasser ständig nivelliert.
Der Apparat ist auch für die Reise sehr empfehlenswert, da auch Platten jeden For- mates diezweckentsprechendsteAuswasserung in denkbar kürzester Zeit erfahren können.
Der praktische Apparat ist klein und leicht, aus nicht rostendem starken Metall herge- stellt und mit Patent-Paragummi versehen.
Literatur.
R. Zimmermann, Tiere der Heimat, Bilder und Skizzen aus dem Tierleben unseres Vater- landes. . Mit roo Abbildungen nach Naturauf-
nahmen des Verfassers. Verlag Theodor Tho- mas, Leipzig (Preis geh. 2 Mk.). — Der Autor, der unseren Lesern durch seine vorzüglichen
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Aufnahmen auf zoologischem Gebiete wohlbe- kannt ist, gibt Шег in bunter Reihe die Beschrei- bung und Lebensweise einer Reihe Tiere unserer Heimat als da sind Siebenschläfer, Buntspechte, Ringelnatter, Stacheligel. Sumpfrohreule, Schmetterlinge, Mollmaus, Raubseeschwalbe, Stichling, Hanıster, Storch, Kröten, Hasel- maus u. a. Die Darstellungsweise ist durchaus nicht in trockenem Tone, sondern eine äußerst frische und von wohl jedermann ansprechender, fesselnder Art. Beziehentlich der beigegebenen reichen Illustrationen wird in der Einleitung des Buches gesagt: ,,Веі der Auswahl der Bilder leitete mich der Grundsatz, möglichst nur solche wiederzugeben, die klar und deutlich zu deın Beschauer reden und auch dem Laien verständ- lich sind. Es ist das nicht ganz leicht, da bei den leider noch recht engen Grenzen, die der Na- turphotographie gezogen sind, manches Tier, auf das man seinen Apparat gerichtet hat, nur unvollkonunen wiederkommt, mancher Vor- gang zwar verständlich noch für den Zoologen vom Fach, für den Laien aber unklar festge- halten werden kann. Da mußten oft уоп einem einzigen Tiere тейп und noch mehr Aufnahmen gemacht werden, ehe sich eine brauchbare dar- unter fand, und diese eine wieder war das Re- sultat vieltägiger, ja selbst vielwöchentlicher Anstrengungen, weiter Reisen. Mühevoll eben und geduldverlangend ist die Tätigkeit des Na- turphotographen, genußreich aber und von tiefen Wirkungen auf Herz und Gemüt.“ — Aus dem Zimmermannschen Buche geben wir in vorliegender Nummer einige Klischees in Ab- druck wieder, welche gewiß volle Anerkennung verdienen. Das Buch kann allen Naturfreunden nur wärmstens empfohlen werden.
Deutscher Photographen-Kalender, Taschen- buch und Almanach für 1011. Herausgegeben von K. Schwier, 30. Jahrgang, in zwei Teilen, mit einem Eisenbahnkärtchen und zwei Kunst- beilagen. Preis: beide Teile zusanımen bezogen M. 3.—, jeder Teil einzeln je M. 2.—. Verlag der Deutschen Photographenzeitung (Karl Schwier), Weimar. — Der jetzt erschienene erste Teil enthält wie üblich Kalendarium mit Notizblättern, verschiedene Tabellen über Maße, Gewichte, statistische Nachrichten, vorzüglich bearbeitete chemische und optische Tabellen,
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ferner nicht weniger wie 670 Rezepte für alle móglichen photographischen Vorkommnisse. Der Kalender ist ein anerkannt gutes Taschenbuch für alle Photographie betreibenden Personen.
Eder, Jahrbuch für Photographie und Re- produktionstechnik für das Jahr 1910, 24. Jahr- gang, mit 340 Abbildungen und го Bildbeilagen. Verlag von Wilhelm Knapp, Halle a. S. (Preis brosch. 8 Mk.). — Dieses für alle photographi- schen Kreise unentbehrliche Nachschlagewerk bringt auch in diesem Bande wieder recht wert- volle Originalbeitráge, dazu die übliche, so vor- trefflichst vom Herausgeber zusammengestellte Übersicht der Fortschritte der Photographie und Reproduktionstechnik des abgelaufenen Jahres. Aus letzterer sei besonders auf den Abriß über die vielen Neuerscheinungen in dem Gebiete der Farbenphotographie sowie auf das Kapitel der graphischen Verfahren hinge- wiesen.
The British Journal Photographic Almanac and Photographer's Daily Companion 1911, in- corporated with the “Year Book of Photo- graphy and Amateurs’ Guide", edited by George E. Brown; Verlag Henry Greenwood & Co., London (Preis r Schilling). Dieses bei äußerst wohlfeilem Preise so reichhaltige Jahrbuch mit vielen nützlichen Abhandlungen und Tabellen erscheint in seinem so. Jahr- gange. Wir wünschen dem Herausgeber zu diesem Jubilàum weiteren besten Erfolg seines Werkes.
Photographischer Notiz- Kalender für das Jahr 1911, bearbeitet von A. Miethe und Е. Stolze, 16. Jahrg., herausgegeben von A. Streißler. Verlag von Wilhelm Knapp, Halle a. S. (Preis geb. 1,50 Mk.). — Amateuren und Fachphotographen wird dieser bewährte Kalender mit seiner Fülle von Tabellen und Re- zepten stets ein willkonunenes Taschenbuch sein. Der vorliegende Band enthält in seiner Einleitung einen Lebensabriß des im Vorjahre verstorbenen Herausgebers Franz Stolze, der in der photographischen Literatur so sehr verdienstvoll gewirkt hat.
Ferner ist erschienen:
Victor Crémier, La Photographie des Cou- leurs par les Plaques Autochromes. Verlag уоп Gauthier-Villars, Paris (Preis 2,75 Fr.).
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Fragen und
Existiert vielleicht von dem im Jahrg. 1909 beschriebenen Pigmenigravüre - Verfahren jetzt eine weitere ausführliche Beschreibung, resp. sind spezielle Materialien dazu im Handel er- schienen? — (А. М.)
Uns sind weitere Publikationen von dem interessanten Verfahren nicht bekannt gewor- den. Betr. Orientierung über den Stand der Dinge wollen Sie sich an den Autor, Herrn G. Koppmann, Hamburg, Hohe Bleichen 29 wenden.
Ich möchte die Abbildungen eines Werkes zu Projektionszwecken photographieren, verstößt dies gegen das Strafgeseiz und was ist zu tun, um etwaigen Konflikten vorzubeugen?—(A.B.T.)
Nach $ 15 unseres deutschen Urheberrechtes für Werke der bildenden Kunst und Photo- graphie heißt es: Der Urheber hat die aus- schließliche Befugnis, das Werk zu verviel- fältigen, gewerbsmäßig zu verbreiten und
Antworten.
gewerbsmäßig mittels mechanischer oder op- tischer Einrichtungen vorzuführen. — In $ то heißt es weiter: Zulässig ist die Verviel- fältigung und Verbreitung, wenn einzelne Werke in eine selbständige wissenschaftliche Arbeit oder in ein für den Schul- oder Unter- richtsgebrauch bestimintes Schriftwerk (oder ähnliche Zwecke — Red.) ausschließlich zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden usw. — Sollten diese angeführten Sätze Sie noch in Unklarheit lassen, so wenden Sie sich in der Angelegenheit aın besten direkt an den Urheber des Bildes, resp. des Buches.
Bei allen Anfragen ist der Abonne- mentsausweis beizufügen. — Bei Er- suchen um Adressenangabe von Be- zugsquellen, Ausstellungen usw. ist Rückporto beizufügen. — Alle Anfragen sind zu adressieren: PaulHanneke, Berlin W, Bambergerstr. 54.
Patentnachrichten.
Anmeldungen. 9. Januar 1911: 57а. С. 18872. Hilfsvorrichtung für photogra- phische Kameras. Contessa-Camera- Werke С. m. b. H., Stuttgart. 16. 2. то. 57a. N. 11095. Spielzeugkinematograph, dessen Antriebsvorrichtung für das Filmband zur Erzeugung des elektrischen Stromes für die Beleuchtung dient. Nürnberger Metall- und Lackierwarenfabrik vorm. Gebrü- der Bing A. - G., Nürnberg. 29. 11. O9. H. 47 313. Verfahren zur photomechanischen Herstellung von Druckformen auf mit Halo- gensilbergelatineemulsion überzogener Metall- platte durch Átzung. Fritz Hausleiter, Berlin, Schellingstr. 2. 19. 6. o9. H. 49775. Ausführungsweise des Verfahrens zur photomechanischen Herstellung von Druckformen; Zus. z. Anm. H. 47 313. Fritz Hausleiter, Berlin, Schellingstr. 2. 26. 2. 10. 12. Januar 1011: 57а. W. 35474. Zusammenklappbare Reflex- kamera. Richard Walaschek, Wien; Vertr. W. Bittermann, Rechtsanw., Berlin W 9: 15. 8. 10.
574.
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16. Januar 1011: 57a. С. 19 968. Auf wagerechter Achse feststehend gelagerte Bildbandtrommel für Kinemato- graphen, bei welcher sich das Bildband von innen her abwickelt, um sich von neuem außen auf die Trommel aufzuwickeln. Coulon, Paris. 2. 11. 10. M. 42085. Kinematographenapparat. Ar- cade Mallet, Montrouge, Frankr. 13. 8. 10. W. 34 535. Vorrichtung zum Aufwinden der Bildbander von Kinematographen in einem sich drehenden Behälter von außen nach innen hin. Wilhelm Winzen, Bonn, Bonngasse 5—7. 7. 4. то.
Henri 57а.
57а.
Erteilungen.
230022. Verfahren zum Projizieren von schrittweise fortbewegten Reihenbildern mit optischem Ausgleich der Bildbewegung durch während des Bildwechsels im Strahlengang entsprechend bewegte Ausgleichmittel, wie Prismen, Linsen, Spiegel о. dgl. MeBters Projection С. m. b. Н., Berlin. 25. 11. 08. M. 36 456.
230068. Vorrichtung zum Anpressen der Druckorgane von Kopierrahmen von einem
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Punkte aus. Hoh 8: Hahne, Leipzig. 15. 4. 1910. H. 50 335. |
42h. 230 281. Vorrichtung zum Auswechseln von Bildern oder Diapositiven usw. Albert Eduard Foote, Berlin, Regensburger Straße ба. I. 4. 1908. Ё. 25 253.
42h. 230 282. Periskop. Optische Anstalt С. P. Goerz Akt.-Ges., Friedenau b. Berlin. 18. 12. ОО. О. 6816.
57a. 230 337. Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen der Bildbänder bei Projektionsappa- raten, Kinematographe u. dgl. Lucian Gieß, Niedermorschweiler i. Els. 9. 7. 10. G. 32064.
57b. 230 386. Verfahren zur Herstellung von Ge- latinereliefbildern aus Silberbildern durch Be- handlung mitWasserstoffsuperoxyd. Edouard Belin, Paris, u. Constant Drouillard. Rueil; Vertr.: A. Loll, Pat.-Auw., Berlin W 8. 20. 1. 00. В. 52 821.
57b. 230 387. Verfahren zur Herstellung von Zwei- und Mehrfarbenrasteru; Zus. z. Pat. 218 298. Vereinigte Kunstseide -Fabriken A.-G.» Kelsterbach а. M. 12. 6. то. V. 9374.
42h. 230 703. Periskop. The Improved Peri- scope Limited, London; Vertr.: C. Fehlert, G. Loubier, Fr. Harmsen, A. Büttner u, E.
gezogen werden. Hans Tönnies, Hamburg, Rappstr. 21. 31. 5. 10. Т. 15 277.
57a. 230 675. Verfahren und Vorrichtung zum Vor- führen lebender Photographien. Compagnie Générale de Phonographes Cinéma- tographes et Appareils de Précision, Paris; Vertr.: G. Fude u. F. Bornhagen, Pat.- Anwälte, Berlin SW 68. 8. 12. 09. C. 18 614.
' 57a. 230 709. Vor der Linse der photographischen
Meißner, Pat.-Auwälte, Berlin SW бт. 7. 5. 09.
J. 11 623.
57а. 230 649. Vorrichtung zur Herausuahme von
gewechselten Films aus Filmpackuugen, іп denen die belichteten Films mittels Zugblätter : um einen Wendesteg hinter die unbelichteten
EMMI BRIEGLEB, GÖTTINGEN
Olivengarten bei S. Vigilio
Kamera angeordneter, gegenüber der Linse das Licht durchlassender Aufnahmespiegel. PaulMoecke, Kolberg. 27.10.09. M. 39383.
57Ъ 230 558. Verfahren zur Herstellung lichtemp- findlicher Häutchen für die Zwecke der Pho- tographie. Dr. E. Brandenberger, Thaon- les Vosges, Frkr.; Vertr.: C. Fehlert, G. Lou- bier, Fr. Harmsen, A. Büttner u. E Meißner, Pat.-Anwälte, BerlinSW 61. 13.6.09. B.54 541.
57c. 230 522. Hänge für Kinematographenfilms und andere bandförmige Gegenstände. Com- pagnie Générale de Phonographes, Cinématographes et Appareils de Pré- cision, Paris; Vertr.: G. Fude u. F. Born- hagen, Pat.-Anwalte, Berlin SW 68. 10. 5. IO. C. 19 157. |
57а. 230 853. Vorrichtung zur Aufnahme von un- unterbrochenen Rundpanoramen oder Teilen von solchen mit einer gewöhnlichen Kamera, welche über einer Kreisteilung absatzweise gedreht wird. Karl Albrecht, Zürich; Vertr.: C. Kleyer, Pat.-Anw., Karlsruhe, Baden. 9. I. 10. А. 18 205. i
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Für die Redaktion verantwortlich: Р. Hanneke in Berlin. Verlag von Gustav Schmidt (vorm. Robert Oppenheim), Berlin. — Druck der Spamerschen Buchdruckerei, Leipzig.
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Kopierpapiere für die Winterszeit.
Nachdruck verboten. er diesjährige Winter hat uns bereits eine reichliche Anzahl
trüber Tage gebracht, wohl ein gut Teil mehr als sonst im Durchschnitt. Da ist man mit der Herstellung von Bildern auf Auskopierpapieren, so- fern einem nicht geeignetekünstliche “Lichtquellen zur Verfügung stehen, übel bestellt. Das Kopieren an solchen lichtschwachen Tagen hat namlich nicht allein den Übelstand, daß der Kopierprozeß bedeutend mehr Zeit beansprucht, sondern, was vielen Amateuren noch unbekannt sein mag, das lange Ausliegen im Kopierrahmen kann bei dem Papier auch einen schädlichen Einfluß nach sich ziehen. — An den Packungen der Papiere finden wir zumeist den Satz vermerkt ,, Vor Feuchtigkeit zu schützen‘. Es ist ja eine alte Regel,
M. MEIDNER, CHARLOTTENBURG daß sich unsere photographischen Im Park | Gleiche Größe
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Kopierpapiere in feuchter Atmo- sphäre kürzere Zeit halten, und das ist auch zu bedenken, wenn wir an trüben, regnerischen Tagen unsere beschickten Kopierrahmen allzu lange in freier Luft oder in Räumen, wo die feuchte Atmosphäre ebenfalls Zutritt hat, liegen lassen. Nicht alle Kopierpapiere sind. darin gleich stark penibel, am empfindlichsten darin ist wohl das alte Glanzalbumin.
Worin markiert sich nun an dem Papier eine zu beträchtliche Einwirkung feuch- ter Atmosphäre? — Äußerlich im allgemeinen weniger, sofern sich nicht schon bei der Kontrolle des Belichtens eine etwas abweichende Kopierfarbe zeigt. Dagegen wird man bei dem Топеп der Kopien oft beobachten, daß der Prozeß langsamer verläuft, daß die Bilder flauer, weniger brillant erscheinen, die Tonfarbe selbst ist von anderer Nuance u. dgl. m. Diese Erscheinungen wird man bei getrenntem Tonen und Fixieren deutlicher wahrnehmen, als bei kombinierten Bädern, und wie schon gesagt, am auf- fallendsten beim haltbar gesilberten Glanzalbumin (von selbst gesilbertem Papier ist abzusehen, da dieses an und für sich nur eine kurze Brauchbarkeitsdauer hat). Zello- idin- und Aristopapiere sowie Mattalbumin sind weniger penibel, aber auch hier werden durch zu langes Kopieren bei ungünstiger Witterung Differenzen beobachtet werden.
Man beschleunige also die Kopierdauer nach Möglichkeit, man vermeide unnütze Unterbrechungen und lasse die fertigen Kopien nicht ohne dringende Veranlassung
r. II. rgrx. Photogr. Mitteilungen. Jahrg. 48. 5
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lange liegen, sondern nehme sobald als tunlich das Tonen usw. vor.
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Entwicklungspapiere. Vergleicht man nun ein- mal die Bildresultate der Auskopierpapiere mit denen der Entwicklungspapiere, so wird man finden, daß der Charakter dieser beiden Klassen doch wesentlich verschiedener Natur ist. Brom- silberpapiere und Chlorbromsilberpapiere, selbst wenn den Kopien durch nachträgliche Tonung oder durch Spezialentwicklung eine den Zello- idinbildern usw. ähnliche Färbung gegeben wird, weisen in der Art ihrer Bildschicht und der Bilder selbst ganz merkliche Unterschiede auf. Mancher Laie mag wohl überfirniste, getonte Bromsilberbilder, Pigmentbilder u. a. in gewisser ! Verfassung nicht auseinander halten, aber von M. MEIDNER, CHARLOTTENBURG den Auskopierpapieren werden z. B. Glanz- Birkenweg 5*8 albumin, Glanz- und Mattzelloidin, Glanzaristo. wohl so leicht nicht mit irgendwelchen Entwicklungspapieren verwechselt werden. — ac Die Empfindlichkeit des Pigmentpapiers ist uns an trüben Tagen ebenfalls zu gering, desgl. die Platinpapiere, die außerdem durch feuchte Atmosphäre stark beeinflußt werden, und so bleiben denn die Bromsilber- und Chlorbromsilberpapiere dasjenige Kopiermaterial, welches selbst bei schwachem Tageslicht bzw. bei unseren geringsten künstlichen Lichtquellen eine flotte Kopienanfertigung zuläßt und welches allein aus diesem Grunde in England viel früher schätzen gelernt wurde als bei uns, wo die Bromsilberpapiere zunächst fast nur für Herstellung vergrößerter Kopien in Betracht kamen. Die Bromsilber- und Chlorbromsilberpapiere verdienen jetzt um so mehr Beachtung, als sie auf Untergrundstoffen verschiedenster Art zu haben sind.
Bei Bromsilberbildern hört man häufig den Tadel aussprechen, daß die Kopien zu hart wirken; die hellen Partien sind ,kreidig“, ohne Details und Tonübergánge: die Tiefen sind gleichmäßig dunkel und ebenfalls detaillos. Für solche Bilder wird | sich allerdings wohl kaum jemand erwärmen können, sie sind die Folge der Үег- | wendung ungeeigneter Negative oder unverständig geleiteter Exposition und Entwick- | lung. Übermäßig gedeckte, harte Negative geben in keinem Kopierverfahren har- monische Bilder, am allerwenigsten im Bromsilberprozeß, wenn etwa noch mit rapidem und zugleich kräftigem Entwickler gearbeitet wird, wodurch die Gegensätze weiter verschärft werden.*) Mit weichen, weniger gedeckten Negativen wird man hier am
Жу ا ار Es ist schon oft von einem Ersatzmaterial go کو | : "D 2 : rj der Auskopierpapiere für die trübe Jahreszeit : 5 < 4 | M ° ES | gesprochen worden, und zwar durch gewisse паў
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| *) Eine vortreffliche eingehendere Anweisung über das praktische Arbeiten auf Bromsilberpapieren. finden wir in dem Buche: „Loescher, Vergrößern und Kopieren auf Bromsilberpapier“ (3. Auflage).
34
besten fahren; bei schwachen Lichtquellen dürfen die Negative sogar ziemlich dünn sein. Exposition und Entwicklerlösung sind dem vorliegenden Bildcharakter an- zupassen, nur mit Berücksichtigung dieser Faktoren wird man zu höher befriedigenden Resultaten gelangen. Nicht unerwähnt bleibe, daß die einzelnen Bromsilberpapier- marken selbst in ihrer Schichtenpräparation wesentliche Unterschiede in Ton-. gradation usw. zeigen; manche Qualitäten sind vorzugsweise für große Bildformate bestimmt, andere speziell für Kontaktkopien von geringeren Dimensionen, wieder andere für härtere Bildwirkung, das alles hat der ernst strebende Photograph im Auge zu halten. | P.H.
Über die Ausnutzung der Lichtquelle im Projektionsapparat. Von PAUL THIEME, Berlin. Nachdruck verboten. as Problem einer möglichst vollständigen Ausnutzung der Lichtquelle im Projek- D tionsapparat hat in letzter Zeit dadurch außerordentlich an Bedeutung gewonnen, daß die Photographie in natürlichen Farben auf Farbrasterplatten große Verbreitung gefunden hat, insbesondere weil die auf diesen Platten erhaltenen Bilder nur in der Durchsicht zu betrachten sind, daher auch nur in der Projektion zur vollen Wirkung gelangen. Dazu kommt, daß wegen der hohen Kosten des Ma- teriales die Aufnahme auf kleine Formate angewiesen ist.
Da aber in den Farbrastern ein außerordentlicher Lichtverlust eintritt, welcher z. B. bei dem Lumiére-Raster 90% beträgt, wo- bei mit einer häufig auftretenden leichten Verschleierung der hohen Lichter noch gar nicht gerechnet ist, so werden an Lichtquelle und Projektionsapparat die höchsten Anforderungen gestellt. Es ist keine Seltenheit, daß für die Pro- jektion in großen Sälen Gleich- strombogenlampen mit 80 Amp. Stromstärke Verwendung finden, entsprechend etwa 6000 Normal- kerzen Lichtstärke.
Diese Verhältnisse, sowie sie ® geschildert und allgemein bekannt Ё |
sind, schrecken nun viele Amateure M. MEIDNER, CHARLOTTENBURG davon ab, sich an die Projektion Alt-Berlin (An der Fischerbrücke) Gleiche Größe
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von Farbrasteraufnahmen zu wagen und damit oft auch von der Her- stellung solcher Aufnahmen über- haupt. Es ist aber durchaus móg- lich, mit bescheidenen Mitteln die Projektion der Farbrasteraufnahmen im Familienkreise auszuführen, und zwar in einer Helligkeit, wie sie nicht besser verlangt werden kann.
Erste Bedingung ist, die Größe der Projektion zu beschränken. Das kann ohne Beeinträchtigung der Wir- kung geschehen, wenn nur die Zu- schauer nahe genug an den Bildern sitzen. Ich empfehle nach meinen Erfahrungen, еше 9 x12- Platte auf 60 x 80 cm zu vergrößern und die Zu- schauersitze r!/4, m vor dem Schirm beginnen zulassen. In diesem kleinen Formate wirken besonders Porträts günstig, die bei starken Vergröße- rungen leicht grotesk erscheinen. — Nach meinen Berechnungen genügt für Autochrom- platten eine Lichtstärke von etwa 700 Normalkerzen pro Quadratmeter Bildfläche voll- kommen. Zur Berechnung der Bildfläche soll man die längere Seite eines rechteckigen Bildes mit sich selbst multiplizieren, um dem Umstande Rechnung zu tragen, daß der Projektionsapparat das gesamte Licht auf eine Kreisfläche verteilt. Wir erhalten so- nach bei бо х8о cm Bildgröße 0,64 qm Bildfläche entsprechend etwa 450 Normalkerzen.
Damit kommen wir zum zweiten Punkt, zur Lichtquelle.
Von den für Projektion verwendeten Lichtquellen scheidet das Gasglühlicht und das Petroleumlicht aus, da mit diesen 400 Normalkerzen nicht zu erzielen sind. Alle andern, Kalklicht, Mitalicht, elektrisches Licht in Form der Nernstlampe und der Bogenlampe sind dagegen verwendbar.
Nach meinen Erfahrungen empfehle ich ganz besonders die Nernstprojektions- lampe. Sie liefert bei gleichem Stromverbrauch bedeutend mehr Licht als die in Frage kommenden kleinen Bogenlampen und bedarf keiner separaten Vorschalt- widerstände und keinerlei Bedienung während des Brennens. Ihre Vorzüge gegenüber der kleinen Bogenlampe treten besonders hervor bei Anlagen mit 220 Volt Gleichstrom, bei welchen die Bogenlampe 20% der elektrischen Energie ausnutzt, während 80% in den Vorschaltwiderständen verloren gehen, die bei der Nernstlampe nur etwa 10% absorbieren. Auch bei Wechselstrom ist sie der Bogenlampe besonders über- legen. Ich empfehle die Type der Nernstlampe ohne Heizkörper, welche durch eine Spiritusflamme angezündet wird, weil man sehr leicht die einzelnen Stäbchen des
EMMI BRIEGLEB, GÖTTINGEN Kirschblüte an der Werra Gleiche Größe
36
Brenners selbst ersetzen kann, weil der nicht unerhebliche Stromverbrauch des Heiz- körpers beim Zünden wegfällt und die Lichtausnützung infolge der kreuzweisen Anordnung der Stäbchen besser ist.
Bei der Projektionslampe für тто Volt Wechselstrom sollte die Fabrik einen vierten Leuchtkörper einbauen, der sich leicht in demselben Raum unterbringen läßt. Ich arbeite mit einem provisorisch eingebauten vierten Stab seit längerer Zeit ohne jede Störung.
An dieser Stelle noch ein paar Worte über die Farbe der Lichtquelle. Man nimmt vielfach an, daß dieselbe der des Tageslichtes möglichst genau gleichen muß. Das ist aber durchaus nicht erforderlich. Hier spielt die Eigentümlichkeit des mensch- lichen Auges eine große Rolle, welches bekanntlich nicht imstande ist, die Farbwerte absolut zu empfinden. In den Abendstunden, in denen wir ja projizieren, ist z. B. das Auge durch die künstlichen Lichtquellen, die alle gegen das Tageslicht gelbrot aussehen, gelb geblendet, daher von außerordentlich erhöhter Blauempfindlichkeit. Man empfindet daher bei Projektion mit Bogenlicht, trotzdem dasselbe gelber ist als das Tageslicht, die Bilder, namentlich bei Beginn der Projektion, mehr blau, als man sie von der Betrachtung mit Tageslicht her in Erinnerung hat, und dies beraubt die Bilder besonders der warmen Gesamttönung. Die noch gelbere Nernstlampe gibt die Bilder bedeutend wärmer, besonders schön die Fleischtöne, z. B. im Gesicht, so daß mir diese Bildfärbung angenehmer ist. Die Differenzierung zwischen blau- grün, blau und violett ist allerdings mangelhaft. Wem sie nicht genügt, der kann durch eine helle Blauscheibe leicht Abhilfe schaffen.
Nun zur Ausnützung der Lichtquelle bei der Projektion, und damit zum Projek- tionsapparat selbst. Die allgemeine Anordnung desselben setze ich als bekannt voraus und betrachte daher nur die auf die Helligkeit der Bilder einwirkenden Faktoren, das sind geometrische Form der Lichtquelle, Konden- sator und Objektiv. In bie r (siehe Seite 38) ist derProjek- tionsvorgang schematisch dargestellt. Nehmen wir zu- nachst einmal an, das Dia- positiv stehe dicht am Kondensor und bestehe aus einer vollkommen klaren Glasplatte mit ganz un- durchsichtigen Linien, etwa Schrift. Der Zweck dieser Voraussetzungen wirdspäter klar werden. Von der Licht- quelle Z gehen nach den
| | EMMI BRIEGLEB, GÖTTINGEN verschiedensten Richtungen Gardasee 8x10
37
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Strahlen aus. Ein Bündel dieser Strahlen, und zwar ein Kegel mit dem Spitzen- winkel a, wird vom Kondensor aufgefangen. Alle übrigen Strahlen gehen unge- nützt verloren. Das besagte Strahlenbündel durchdringt Kondensor und Diapositiv und zieht sich links vom Kondensor wieder zusammen. Der Kondensor ist gewisser- maßen ein Objektiv, welches von der Lichtquelle Z im Punkte о ein scharfes Bild entwirft. Halte ich nach Entfernung des Projektionsobjektives an diese Stelle eine Mattscheibe, so kann ich das Bild der Lichtquelle sehen. Das Projektionsobjektiv bricht nun die Strahlen des Lichtkegels, der nach Passieren des Diapositives nicht mehr gleichmäßig von Lichtstrahlen erfüllt ist, derart, daß auf dem Schirm S das scharfe Bild des Diapositives entsteht. In der Figur ist die Sache so dargestellt, daß alle Lichtstrahlen, die der Kondensor aufgenommen hat, auch das Objektiv durch- setzen können. Dies ist der Idealfall, der bei Lichtquellen von geringer Raumaus- dehnung auch praktisch selbst mit Objektiven von geringer Öffnung erreicht wird. Die einzige solche Lichtquelle ist das elektrische Bogenlicht. Bei diesem können wir also, immer unser ideales Diapositiv vorausgesetzt, durch Verwendung besonders lichtstarker Objektive die Helligkeit des Projektionsbildes nicht steigern. Wir haben nur ein Mittel hierzu: Wir müssen den vom Kondensor aufgenommenen Lichtkegel zu vergrößern suchen. Dazu rücken wir die Lichtquelle naher an den Kondensor heran. Das scharfe Bild der Lichtquelle rückt infolgedessen auf der linken Seite weiter vom Kondensor ab, und das Objektiv muß an den neuen Kreuzungspunkt der Strahlen kommen. Dadurch wird aber das Bild auf dem Schirm un- scharf. Der Schirm muß näher heran gerückt werden, so daß das Bild kleiner ausfällt. Wir erhalten die Verhältnisse der Fig. 2. Die Hellig- keit des Bildes hat zugenommen ein- mal, weileingrößerer Teil derStrahlen der Lichtquelle ausgenutzt ist, das andre Mal, weil die gesamte Licht- menge auf eine kleinere Fláche des Schirmes zusammengedrängt ist. Wir sehen hier nebenbei, daß die eingangs schon empfohlene kleine Wiedergabe
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Wenn wir nun aber an der Größe des Bildes in Fig. ı festhalten wollen, müssen wir ein anderes Objektiv an-
des Bildes eine bessere Ausnutzung
der Lichtquelle gestattet. == " سے
wenden, und zwar ein solches von
längerer Brennweite, da der Abstand
Fig. 4
= v d S desselben vom Diapositiv größer ge- worden ist. Der Linsendurchmesser "e GH braucht nicht größer zu sein als vor- her. Erforderlich ist nur, daß Raum genug zum Abrücken des Schirmes — кеші = S
zur Verfügung steht. Es gibt aber noch ein Mittel, um unter Beibehal-
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Fig. 5
Fig. 6
tung des ursprünglichen Objektives
dengrößeren Lichtkegel auszunützen, m nämlich einen Kondensor mitgeringer ہے Brennweiteanzuwenden (siehe Fig. 4). se Aus technischen Griinden ist das ай
nur möglich durch Anwendung einer 5 dritten Linse, wodurch ein soge- nannter Triplekondensator entsteht. Ob dieselbe plan-konvex oder konkav-konvex (Meniskus) ist, macht wenig aus. Bei festliegender Brennweite des Projektions- objektives bringt also der Triplekondensor einen Lichtgewinn, der durch erhöhte Absorptions- und Spiegelungsverluste zwar verkleinert, aber nicht aufgehoben wird.
Für eine punktförmige Lichtquelle und unser ideales Diapositiv sind hiermit die Verhältnisse genügend geklärt.
Haben wir eine flächenförmige Lichtquelle, so geht Fig. т in Fig. 5 über. Das Lichtbündel ist an der Stelle des Projektionsobjektives nicht auf einen Punkt zusammen- gezogen. Das Projektionsobjektiv muß jetzt also eine so große Öffnung haben, daß vom Lichtbündel nichts abgeschnitten wird.
Zeichnen wir jetzt die Fig. 2 um auf die flachenformige Lichtquelle, so erhalten wir Fig. 6 und erkennen, daß das scharfe Bild der Lichtquelle größer geworden ist
Fig. 7
39
gegenüber Fig. 5, da wir mit dem als Objektiv zu denkenden Kondensator näher an das Aufnahmeobjekt, 4. 1. unsre Lichtquelle, herangegangen sind. Wenn wir jetzt also ein Objektiv von gleichem Linsendurchmesser verwenden würden wie іп Fig. 5, so- würden wir einen Lichtverlust erleiden. Die Objektivöffnung muß also größer werden und zwar so groß, wie das Bild der Lichtquelle, dessen Größe auf einer an die Stelle des Objektives gehaltenen Mattscheibe leicht festzustellen ist. Wir können uns auf diese Weise jederzeit überzeugen, ob die Helligkeit des Bildes durch Anwendung eines lichtstärkeren Objektives sich noch verbessern läßt. Zeichnen wir schließlich die Fig. 4 auf flachenfórmige Lichtquelle um, so sehen wir, daß hier das Bild der Lichtquelle, welches der Kondensator entwirft, kleiner wird, so daß wir mit einem Objektiv von ge- ringerem Durchmesser und geringerer Brennweite auskommen (siehe Fig.7). Der Vor- teil des Triplekondensators ist hier also noch größer als bei punktförmiger Lichtquelle. Bisher haben wir immer noch ап der Annahme festgehalten, daß wir ein Diapositiv haben, welches nur glasklare und ganz undurchsichtige Stellen hat. Soweit das Licht also überhaupt hindurch kann, geht es ohne merklichen Verlust, vor allem ohne zer- streut zu werden, hindurch. Solche Diapositive haben wir aber im allgemeinen nicht. Am allerwenigsten kann man die Autochromdiapositive als
N solche ansprechen. Ein sehr großer Teil des aus dem Kon-
densator gerichtet austretenden Lichtes wird, soweit er d nicht absorbiert wird, zerstreut, diffus gemacht. Dieses
Licht nimmt aber auch an der Bilderzeugung teil. Um von
diesem Lichte möglichst viel auszunützen, muß das Objektiv
eine möglichst große relative Öffnung haben. Die Ver- Fig. 8 hältnisse stellt Fig. 8 deutlich dar. Jeder Punkt der zer- streuenden Fläche des Diapositives wirkt wie eine Lichtquelle und sendet nach allen Richtungen Strahlen aus. Von diesen werden um so mehr nutzbar gemacht, je größer der Spitzenwinkel des Kegels ist, dessen Grundfläche das Objektiv darstellt.
Über die Verhältnisse bei nicht punktförmiger Lichtquelle habe ich in der Literatur keine ausreichenden Angaben gefunden, über die Berücksichtigung des vom Diapositiv ausgehenden zerstreuten Lichtes überhaupt nichts. Deshalb hielt ich es für angebracht, diese Verhältnisse einmal ausführlich zu beleuchten. Dieselben lassen sich sehr leicht rechnerisch verfolgen. Um ganz allgemeinverständlich zu bleiben, habe ich jedoch auf Anführung der Formeln verzichtet.
Die Projektionsapparate des Handels tragen den obigen Ausführungen nur sehr unvollkommen Rechnung. Es läge sowohl im Interesse der Amateure wie der Fabri- kanten, wenn ein entsprechend konstruierter Projektionsapparat herausgebracht würde. Als Ergebnis vorstehender Erörterungen habe ich mir einen Projektionsapparat zusammengestellt wie folgt:
Nernstlampe für 120 Volt Wechselstrom, verstärkt durch Einbau eines vierten
Glühstäbchens, Stromverbrauch 5,2 Amp. Kondensator der handelsgängigen Type von I5 cm Durchmesser, davor eine dritte Linse gleich den beiden des normalen Kondensators,
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Ubertragspapiere für den Pigmentprozeß. | | Nachdruck verboten. egenüber unseren Silberkopierprozessen finden wir bekanntlich beim Pigment-
druck ganz wesentliche Abweichungen in der Herstellungsweise der Bilder. Die hier durch Lichtwirkung hervorgerufenen Veränderungen sind nicht mit einer Phase geschlossen, die Natur des entstandenen Bildes, seine klare Entwicklung mit Erhaltung aller Details beanspruchen ferner einen Wechsel der ursprünglichen Bildunterlage. Mit den hierbei in Anwendung kommenden neuen Untergrundstoffen, den sog. Über- tragspapieren, wollen wir uns etwas näher befassen.
Bei den Übertragspapieren liegt, wie wir wissen, ein entsprechender Papierstoff vor, der eine Oberfläche besitzt, bzw. eine besondere Schichtpräparation erhält, die zu einer stärkeren Adhäsion mit der Pigmentgelatineschicht befähigt ist, als die ur- sprüngliche Papierunterlage. Wir finden in den Handlungen von Mal- und Zeichen- utensilien wohl auch Zeichenpapiere vor, die für den Pigmentbildübertrag ohne irgendwelche Vorbehandlung benutzbar sind, aber für ein sicheres Arbeiten, nament- lich wenn es größere Bildformate betrifft, sind zweckmäßig vorpräparierte Papiere vorzuziehen, und alle Pigmentpapierfabriken liefern uns ja auch gute, speziell herge- richtete Untergrundpapiere in diversen Qualitäten. Wie bequem die Sache nun auch vorliegt, so wird oft genug das Bedürfnis oder der Wunsch empfunden, die Untergrund- papiere selbst auszuwählen, bzw. selbst vorzupräparieren. Hierzu sind verschiedene Vor- schriften vorhanden, und im nachstehenden sind einige der bewährtesten angeführt.
Vorauszuschicken ist, daß bei Vorlage getönter farbiger Papierstoffe darauf zu achten ist, daß der darin verwandte Farbstoff bei den einzelnen Prozeduren keine Bleichung oder sonstige unerwünschte Veränderung erleidet, was ja durch eine kleine Vorprobe bald festgestellt ist. — Viel benutzt werden Zeichenpapiere von Schleicher & Schüll, J. W. Zanders, Scholler Hammer, ferner Whatman-, Canson- und Montgolfierpapiere.
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Das Papier wird auf ein Reiübrett oder eine andere praktische Unterlage gespannt. Man tut gut, zwischen Papier und Brett etwas Makulatur- papier (Zeitungspapier) auszu- breiten, so daß dieses über das zu práparierende Papier hinaus- steht und beim